Kreuzdorn, Lärberkreuzdorn, m., frz. nerprun, noirprun, W., bourg-Epine, f., engl. buck-thoru, Rhamnnus athartica. Die Farbe des jungen Holzes ist weiß, die des älteren gelblich, bei alten Stämmen spielt das Kernholz ins Röthliche; ist fast so hart wie Taxus, hat ein schönes, seidenartiges Ansehen, ist feinjährig, dicht, fest und zähe, jedoch blos von mittelmäßiger Dauer, läßt esich gut zu eingelegten Arbeiten verwenden; s. d. Art. Wegdorn, Berberitze, Berrengelb, Härholz, Gelbbeere und Oliothek Heidelberg selben gruppirten Haupträume des Klosters (. d.), oft auch zu Begräbnissen dient. Entstanden sind die Kreuzgänge jedenfalls aus dem Peristyl des Atriums bei altchristlichen Basiliken. Als das Klosterleben sich ausbildete, wurde zunächst außer jenem Atrium der Klosterhof auf der Südseite der Kirche angelegt, später ließ man das eigentliche Atrium ganz wegfallen. Die Halle selbst war jedenfalls früher stets mit Holzdecke versehen; solche sind vielfach aus der altchristlichen u. frühromanischen Zeit erhalten. Erst im späteren romanischen Stil kommen gewölbte Hallen vor; letztere Form wurde bald ganz allgemein. Nach dem Kreuzgarten zu öffnen sich sämtliche romanische und auch viele gothische Kreuzgänge in Bogengruppen, so daß jedem Gewölbschaft äußerlich eine Lisene, resp. Strebepfeiler entspricht, die Bogen dazwischen aber nur auf Säulen ruhen, die oft in der Mauerstärke doppelt hinter einander stehen. Während der eine Arm des Kes der Kirche entlang läuft, hier u. da, bes. bei Dominikanerklöstern u. Franzis-IBLIOTHEK EIDELBERG O Universitätsbiblidiente zum Waschen der Todten vor der Beerdigung. Einen weiteren Einbau in den Kreuzgängen bildet häufig eine Kapelle, die in manchen Gegenden Abtkapelle, in anderen Tonsorium (s. d.) genannt wird. Bei Klöstern der Bettlerorden dient gewöhnlich der westliche Arm des Kis als Kapitelsal. Der Kreuzgarten dient in der Regel als Begräbnisplatz für die Klosterangehörigen. Die Kreuzgänge sind meist mit ungemeiner Liebe ausgeführt und zeigen ein vollständiges Bild der Stilentwickelung. Wir bieten den Lesern in Fig. 2401 einen romanischen K. aus Zürich, in Fig. 2402 den gothischen Theil des K. von St. Trophime in Arles aus dem 13. Jahrh. und in Fig. 2403 den Cölestinerkreuzgang in Paris aus dem 16. Jahrh.