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PflanzenreichBau-Lexikon 1881

Lärche, k., Lärchenbaum, m. (Bot.), frz.élese,m.,engl.i larch, ital. larice, lat. pinus larix, I. die europäische f Lärchenfichte, Brechtanne (Larix europaeae, Fam. Coniferae), Nadelholzbaum mit jährlich abfallenden weichen, k büschelförmig stehenden Nadeln, kleinen Fruchtzapfen und mit vorzüglichem Nutzholz. Die Rinde ist braunroth und rissig, das Holz rothbraun, rothgelb, zuweilen auch geflammt, hart, grobjährig, fest, wohlriechend. Der Splint ist weißlich und schwer, spez. Gewicht 02. Ganz weiße Farbe des Lärchenholzes deutet auf Krankheit des Baumes. Im Trocknen hat es ungemeine Dauer, im Wasser wird es steinhart, wird daher beim Schiffbau statt des Eichenholzes benutzt; es ist der Fäulnis und dem Wurme sehr wenig ausgesetzt. Die Mahommedaner verwendeten es unter dem Namen Alerce zu feinen Boiserien. Das Harz giebt den venetianischen Terpentin. — 2. Die amerikanische L. (L. americana) bildet in Kanada und Nordvirginien große Waldungen, hat einen pyramidalen Wuchs und erreicht 30 m. Höhe. Das Holz ist zwar von geringerem Werth als dasjenige der europäischen L., wird aber vielfach nach England verschifft. Am Ural wird das Holz der L. höher geschätzt als das der Fichte und Tanne, da es dem Wasser länger widersteht und deshalb zu Gefäßen für Flüssigkeiten, Barken, Wasserleitungen gebraucht wird; es erzeugt die stärkste Hitze, wird aber zur Zimmerheizung wegen seines beizenden, betäubenden Dampfes vermieden.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 3, S. 265Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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