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PflanzenreichBau-Lexikon 1881

Erle, Eller, Else, k., frz. aune, aulne, k., engl. alder, lat. alnus. 1. Die gemeine od. schwarze Erle (Alnus glutinosa, Fam. Betulineae) wird 16—24m. hoch, 40 57em. dick; das frisch gefällte Holz ist weiß, färbt sich aber an der Luft sehr bald röthlich und schön rothbraun, später bleicht es wieder aus. Der Splint ist gewöhnlich weiß. Die Jahrringe sind breit, die Spiegelfasern klein, das Gefüge von gleichmäßiger Dichtigkeit, läßt sich daher gut bearbeiten u. schön schwarz beizen. Seiner weichen Beschaffenheit wegen wird es zu verschiedenen Drechsler⸗, Tischler⸗ u. Schnitzarbeiten. In immerwährender Feuchtigkeit hält es sich gut, der Witterung jedoch widersteht es schlecht und wird leicht vom Wurm angegriffen. Als Brennholz steht es der Buche nach, ist aber besser als Pappel und Weide. Das spez. Gewicht des Holzes ist frisch ,83, —1, trocken0 bis Oss: 2. Die nordische od. weiße Erle (Alnus incana), 13 bis 22 m. hoch u. ½ m. dick, geht schon im 80. Jahr ein. Ihr weißliches, bleigraues Holz unterscheidet sich nicht sehr von dem der gemeinen E. nur daß junges größere Zähigkeit besitzt. — 3. Alpen-Erle (Alnus viridis D. C. s. alpina), Strauch von 2—3 ½ m. Höhe und 10—15 cm. Stärke. Holz: weiß, zähe, mittelmäßig hart; ist gutes Brennholz. — 4. Schwarze E. nennt man in manchen Gegenden den Brachwegdorn (Rhamnus Frangula).

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 2, S. 265Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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