Liebe, k., 1. mythologische Personifizirung derselben; s. d. Art. Amor, Chaos, Eros, Anteros, Cupido, Venus re. — 2. Allegorische Darstellung der L. a) Elternliebe erscheint unter dem Bild einer Mutter, die einen Säugling nährt u. ein anderes, neben ihr stehendes Kind zärtlich an sich drückt; auch unter dem Symbol des Pelikans. b) Aufopfernde Nächstenliebe, ihre höchste Steigerung in Christus erreichend, erscheint ebenfalls unter dem Bild des Pelikans od. einer Hand mit Wundmal. e) Gattenliebe hat zwei verbundene Herzen, zwei Tauben und eine brennende Hochzeitsfackel zu Symbolen, d) Trauernde! Gattenliebe wird durcheine verschleierte Frauengestalt,‚“ die an einer Urne weint, dargestellt; neben ihr liegt eine ausgelöschte Fackel. e) Geschwisterliebe in Beziehung auf Brüder durch zwei sich umarmende Knaben, mit Sternen auf ihren Helmen, als Kastor und Pollux (s. d.); in Beziehung auf Schwestern gewöhnlich durch Schild, Altar od. Opfergefäß bezeichnet, an welchem die drei umschlungenen Grazien abgebildetsind. f)Kindliche Liebe erscheint als junges Weib, das einen Greis an ihrer Brust nährt, oder als an einem Altar opferndes Kind; s. übr. d. Art. Kardinaltugenden in M. M. a. W.