Lilie, k., 1. die weiße Lilie, Blume, Stengel u. Zweige sind von jeher Symbol jungfräulicher Reinheit gewesen, deshalb Attribut der Vesta. Ferner erhalten Lin als Attribut viele Heilige. In Wappen vorkommend heißt die Lilienblume Gartenlilie, frz. Us de jardin, zum Unterschied von — 2. Frankeisen, franz. tleur de lis (Herald.), Figur, welche aus einer aufrecht stehenden Spitze mit an beiden Seiten sich abwärts krümmenden Blättern, einem Band in der Mitte u. einem Fuß, d. in einer kleinen Spitze mit zwei aufwärts gekrümmten Blättern, besteht und aus der Hellebardenspitze entstanden ist.
Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 3, S. 287Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei