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GeschichteBrockhaus 1882

Lilie im Wappen der Könige von Frankrei erscheint zuerst im Gegensiegel und auf 99 Den König Ludwigs VII. (1137—80), vielleicht als Anspielung auf seinen Namen (altfranz. Loys). Unter seinem Sohne Philipp II. August (1180—1223) begann man bereits, die Krönungsgewänder, Kreuze und Kirchengeräte mit Lilien zu bestreuen, dieselben auch im Wappenschilde in willkürlicher Zahl zu führen, bis König Karl VI. (1380—1422) die Zahl der Lilien auf drei beschränkte, doch findet sich diese Dreizahl vereinzelt schon früher in Siegeln, z. B. in dem Philipps VI. von Valois (132850) und seines Sohnes Johann (1350—64), vor. Durch Verleihung des Königs Ludwig XI. an Peter von Medici kam die L. (ital. Giglio, s. d.) auch in das Wappen der Mediceer.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 75Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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