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VerkehrBau-Lexikon 1881

Lokomobile, k. frz. machine locomobile, engl. locomohbile, travelling steam-engine, transportable Dampfsmaschine, eine Dampfmaschine mit Rädern, welche durch Pferde an jeden beliebigen Ort transportirt und dort als „Motor benutzt werden kann. Fig. 2486 stellt eine solche dar; unmittelbar neben dem blechernen Schornstein sieht man das Riemenrad, mittels dessen die Bewegung sich fortpflanzen läßt, indem man entweder über seine Peripherie einen Treibriemen oder an einer seiner Speichen eine Kurbelwarze mit Kurbelstange anbringt. Lokomotive, k., s. d. Art. Dampfwagen; vergl. auch „d. Art. Heizung IV. „Lokomotivschuppen, m. frz. dépet m. de machines, sengl. engine-house, auch Maschinenhaus genannt. In den L. sind zwischen den Schienen Senkgruben von 0 bis 0,35 m. Tiefe mit Trittstufen an beiden Enden anzu⸗ „ordnen u durch unterirdische Kanäle zu entwässern. Die „Fenster sollen bis nahe auf den Boden reichen; mindestens zu zwei hinter einander stehenden Lokomotiven gehört ein „Ausfahrtsthor, 4,% m. hoch und 3,3 m. breit. Vor dem „Ausfahrtsthor der dienstthuenden Lokomotiven sind entwässerte Löschkanäle anzubringen. Jede Maschine im Schuppen muß durch einen Schlauch miteiner Röhrleitung, diese wieder mit einem mit Vorwärmer versehenen Wasserbehälter in Verbindung stehen. Das geringste Mãß von der Oberkante der Schienen bis zu dem Holzwerk des Daches ist 5,83 m.; s. übr. d. Art. Eisenbahnstation 5.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 3, S. 292Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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