Lydische Baudenkmale. Lydien, eine Landschaft des westlichen Kleinasien, unter den Römern von Phrygien, Mysien, Karien und den ionischen Kolonien begrenzt umfaßte früher noch einen Theil von Phrygien, gab in Pelops den achäischen Herrschern des Peloponnes ihren Ahnherrn. Die Gräber Lydiens waren denn auch die Muster für die ältesten griechischen. In der Nähe von Sardes und Smyrna sind solche erhalten; es waren Erdhügel mit gemauerten Grabkammern. Bei Sardes stehen viele, darunter drei besonders große, das Grabmal des Alyattes, des Vaters des Krösus, um 600 v. Chr., von Herodot auf 3800 Fuß Umfang, also über 1200 Fuß Durchmesser angegeben und jetzt ein Erdhügel von 75m. Höhe, auf dessen Gipfel Steinfundamente von etwa 5m. ins Quadrat und der Kopf einer phallischen Säule von etwa 3 m. Durchmesser liegen. Besser sind die in der Nähe von riesigen Mauertrümmern am Abhangdes Berges Sipylos liegenden, bes. aber die bei Tantalais in der Ebene von Troja erhalten. Aeußerlich sind sie ganz so wie die Gräber von Cäre (s. d. Art. Etruskisch) gestaltet. Die Gestaltung eines solchen Grabes (s. Figur 2011 und 2012, S. 508, 2. Bd.) zeigt ursprüngliche Steinkonstruktion. Der Durchmesser beträgt über 60 m.