FeedMauerstärke
BaukunstBau-Lexikon 1881

Mauerstärke, t. Nachstehende Angaben sind auf Annahme von mittelgutem Material u. dergl. Arbeit basirt, und zwar für Ziegelmauern. Dabei ist zu bemerken, daß, wenn die gefundene Stärke für Ziegel⸗=s ist, sie für Werksteine ½— /s, für lagerhafte Bruchsteine %/ 8, für unregelmäßige %/ — 2s sein muß. Dabei kann man Mauern aus lagerhaften Bruchsteinen nicht wohl Aunter 30 cm., aus unregelmäßigen Bruchsteinen kaum unter 50 em. stark machen; für s selbst stellen sich folgende Maße heraus: A. Ereistehende Mauern:s mindestens ½½ (Höhe), höchstens ½ B. hbei Amfassungsmauern: 3) Bei unbelasteten geraden: 8 wobei! die Länge, n für Werkstein — 12, für Ziegelmauer 10, für Bruchstein 8, für unregelmäßige Bruchsteine ⸗ 6 ist. — b) Bei unbelasteten kreisrunden Mauern mit äußerem Durchmesser D: c) Bei belasteten geraden: 1. Bei nur 1 Geschoß: 2. Bei mehreren Geschossen, wenn die Gebäudetiefe t, die Höhe des obersten Geschossesh genannt wird. ) Wenn das Gebäude keine Mittelmauer hat: für das Obergeschoß. — ß) Wenn das Gebäude eine Mittelmauer hat, können die Mauern schwächer werden, nämlich O. Bei Mittelmauern: Das Weitere muß der Erfahrung überlassen werden. Die Stärke für Mauern, die einen Seitendruck empfangen, s. Unter d. Art. Widerlager.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 3, S. 371Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 10

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Baukunst 6