Mittelwald, m., besteht in der Regel aus Bäumen verschiedener Art, ohne bestimmte Betriebszeit. Man schlägt die größeren Bäume, welche die kleineren zu starkbeschatten‚ t nach und nach heraus und läßt die jüngeren nachwachsen. Der M. wird in der Regel nicht nachgepflanzt, sondern größtentheils durch Stockausschlag und Selbstbesamung erhalten; er liefert im allgemeinen mehr schwaches Holz. ist deshalb wohl für kleine Grundbesitzer, nicht aber für größere Staatswaldungen vortheilhaft. Diese Bewirthschaftung erzeugt niemals kahle Flächen und giebt dem Privatbesitzer jährlich seinen Holzbedarf, od. eine mäßige, aber sehr konstante Rente.
Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 3, S. 402Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei