Modell, n., frz. modéle, m., engl. model, lat. modela f. modamen, n., 1. Darstellung eines Gegenstandes, den man schon ausgeführt hat, od. der ausgeführt werden soll, in verjüngtem Mäßstab. Man fertigt Mie z. B. von Dachkonstruktionen, ganzen Gebäuden, Gewölbkonstruktionen im Steinschnitt, auch von Maschinentheilen, ganzen Maschinen etc. Man fertigt, modellirt sie aus Holz, Thon, Gips, Kork, Papiermasse oder Wachs, und zwar werden sie gebosselt, geformt, gegossen od. auch geschnitten; im späteren Mittelalter und in der frühen Renaissancezeit wurden meist statt gezeichneter Entwürfe Mie angefertigt. Das M. einer Kirche, lat. a2edicula, ist Attribut mehrerer Heiligen; s. d. Art. Kirchenmodell. — 2. In derselben Größe ausgeführtes Vorbild für eine zu fertigende Arbeit. Zu Gußeisen werden die M.e in der Regel von Holz gefertigt, zu Gipsgegenständen von Thon etc.