Mohnöl, u., franz. huile de pavot, d'oeillette, engl. Poppy-seed-Oil, dient bes. zum Abreiben der weißen und aller hellen Farben; es trocknet nicht so gut wie das Leinöl; mit Bleiglätte gekocht, wird es besser trocknend. Man gewinnt das M. aus dem Samen des Mohns durch Pressen, es wird von 25 Th. kalten u. 6 Th. kochend heißen Alkohols aufgelöst und läßt sich leicht in allen Verhältnissen mit Aether mischen. Je älter das M., desto weißer seine Farbe und desto schneller trocknet es; es bleicht sich am Sonnenlicht, unter Luftzug sogar an dunklen Orten, bis zu Wasserhelle.
Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 3, S. 404Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei