FeedWalnußöl
Haus & KücheBau-Lexikon 1881

Walnußöl, n., franz. huile f. de noix, engl. walnut's Oil, ist frisch grünlich, wird mit der Zeit blaßgelb; ist geruchlos u. hat angenehmen, milden Geschmack, trocknetnicht so gut wie Leinöl, doch besser als Mohnöl. Setzt man es über Wasser in großen u. flachen Gefäßen dem Zutritt der Luft aus, so vermehrt man seine Trocknungsfähigkeit. Altes W. trocknet weit besser als frisches. Gebraucht wird es von Lackirern und Oelfarbstreichern. Bereitung: Man befreie ausgewählte Nüsse von ihrer äußersten Schale u. erweiche sie in reinem Wasser, bis die harte Schale sich trennt. Hierauf werden die Kerne in reinem Wasser erweicht u. dieses sechs-bis achtmal erneuert, wenn es trübe wird. So zerfallen in kurzer Zeit nach Umrühren die Nüsse, und es entsteht die sogen. Nußmilch; wenn man diese in flachen Gefüßen der Luft aussetzt, schwimmt das Oel bald oben auf. Man saugt es mit baumwollenen Dochten ab, die mit einem Ende in das Oel getaucht werden, indem das andere in einer Glasflasche hängt.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 4, S. 443Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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