FeedPaternosterwerk
TechnikBau-Lexikon 1881

Paternosterwerk, u., frz. patenotre,f.,chapelet, M., Pompe f. & Chapelet, engl. Chain-pump-Work, aulch Büschelwerk, Eimerkunst, Heinitz, Heinzenkunst, Kastenkunst etc. genannt; Wasserhebmaschine, besteht aus einer lothrecht im Wasser stehenden Steigröhre, s. Fig. 2781, oder einer schrägliegenden Saugerrinne, s. Fig. 2782, an welcher sich oben und unten ein Trilling, A B, befindet; über diesen u. zugleich durch die Röhre läuft eine Kette od. ein Seil ohne Ende. An diesem Seil nun sind Bretchen oder Büschel inkleinen Zwischenräumen befestigt, die das Innere der Röhre dicht verschließen. Dreht man nun den oberen Trilling, so steigen die Büschel in der Röhre aufw ärts und Stehendes Paternosterwerk. befördern das in der Röhre von unten eintretende Wasser iach oben zum Ausguß. Die Büschel sind entweder masive, von Holz gedrehte und mit Leder überzogene, oder liglit / mothes 18835d3 /05 18 auch mit Haren ausgestopfte lederne Kugeln, auch wohl hölzerne Halbkugeln, worauf eine Scheibe von starkem Leder genagelt ist, od. sie bestehen aus 2 kleinen metallenen Scheiben, zwischen welche eine größere Lederscheibe geschraubt ist. Mittels einer Kurbel oder eines Tretrades, einer Roß-oder Wassermühle kann der obere Trilling in Bewegung gesetzt werden. Man braucht eine starke bewegende Kraft und sehr viel Wasser zu den P.en, sie heben jedoch beliebig hoch und sind sehr leicht zu repariren.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 3, S. 508Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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