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Sagen & MythenBau-Lexikon 1881

Musen, f. pl. (Mythol.), Kamönen, Pierinnen oder Pierieden genannt. Die älteste Mythologie kennt nur drei M. als Töchter des Uranus, die Melete, Mneme, Aoide, Göttinnen des Nachdenkens, des Gedächtnisses und des Gesanges, zugleich Nymphen der begeisternden Quellen. Später stieg ihre Zahl auf neun, die als Töchter des Jupiter und der Muemosyne, Göttin des Gesanges, der Dichtkunst u. überhaupt der schönen Künste, verehrt wurden: 1. Klio, über ihre Darstellung s. d. Art. Geschichte; 2. Kalliope (s. d. u. d. Art. Hymen); 3. Melpomene (s. d.), um das Haupt ein Diadem oder einen Cypressenkranz, in der Hand eine ernsthafte Larve, einen Dolch oder eine Krone; 4. Thalia, Muse der Komödie (Lustspiels), hält einen Jocusstab, d. i. ein Scepter, oben mit einem mit Narrenkappe versehenen kleinen Kopf mit langen Ohren daran Schellen hängend, u. eine lachend verzerrte Maske 5. Polyhymnia oder Polymnia, Muse der Beredsamkeit in rednerischer Stellung, mit vorgestrecktem rechten Arm, eine Pergamentrolle in der linken Hand: 6. Urania,

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 3, S. 421Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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