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AllerleiBau-Lexikon 1881

Neigungswintel, m. (Geom.), franz. angle m. d'incidence, lat. angulus ineidentiae, zweier geraden Linien, einer geraden Linie u. einer Ebene od. zweier Ebenen, ist der Winkel, welchen sie unter einander einschließen. In beiden letzteren Fällen macht die Bestimmung desselben noch die Konstruktion der Neigungsebene nothwendig, welche in dem zweiten Fall durch die gerade Linie senkrecht zu der Ebene gelegt wird, in dem dritten Fall dagegen senkrecht auf der Durchschnittslinie beider Ebenen steht. Durch die Neigungsebene wird der N. stets auf den zweier gerader Linien reduzirt, denn der N. einer geraden Linie gegen eine Ebene ist dann gleich dem Winkel, welchen jene mit der Durchschnittslinie der letzteren und der Neigungsebene bildet; derjenige zweier Ebenen gegen einander aber gleich dem Winkel der zwei geraden Linien, in welchen dieselben von der Neigungsebene geschnitten werden; s. auch d. Art. Ebene, Fkäche und Flächenwinkel. Ueber den N. einer Böschung s. d. Art. Böschung.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 3, S. 433Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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