Oberlicht, Oberlichtfenster, u. (Hochb.), 1. frz. jour m. d'en haut, engl. high-light, sky-light, auch Seitenoberlicht, Hochfenster gen., hochstehendes Fenster, bes. kleines Fenster, frz. kenétrelle, übereiner Thüre. Man bringt solche in der gleichen Breite der Thüre, von derselben nur durch ein Latteiholz getrennt, an und macht sie mindestens 0,30 —0,0m. hoch; wenn sie, wie dies leider noch oft geschieht, als besondere Oeffnungen über den Thürverkleidungen angelegt werden, kosten sie mehr, indem sie zugleich schlecht aussehen und nur wenig Licht geben; s. d. Art. Fenster, Licht, Lichtgaden und Thüre. — 2. Auch Deckenlicht, einfallendes Licht genannt, franz. jour à plomb, hypèthre, abat-jour, m., engl. (full) sKy-light, Vorrichtung, das Licht durch die Dachfläche nachinnerenhräumen zu bringen. Die Anlage einer solchen Beleuchtung ist leichter, aber auch gefährlicher, je flacher ein Dach ist; es liegt die Fensterfläche allerdings dann beinahe wägrecht, das Licht durchläuft den kürzesten Weg und wird unterwegs nicht von dunklen Räumen verschluckt; es wird ferner nicht, wie bei einem steilen Dach, ein bloses Reflexlicht, sondern direktes Licht sein. Dabei aber ist das Dichthalten gegen Regen und hauptsächlich gegen Schnee viel schwieriger als bei steilem Dach, wo man ganz einfach Falze in die Sparren zieht, diese mit Zink auskleidet und dann, wie auf den Gewächshäusern, gläserne Dachsteine oder nur starke Glasscheiben hineinlegt und verkittet; auch die Ueberdeckung der einzelnen Scheiben muß mit dünnem Kitt ausgestrichen werden; innerlich laufen Zinkrinnen herab mit untergehängten Näpfchen oder dergl. für das Schwitzwasser. Um das Herabgleiten der einzelnen Glastafeln zu verhüten, dienen kleine Zinkhäkchen; s. auch d. Art. Laterne.