FeedPapier
AllerleiBau-Lexikon 1881

Papier, u., franz. papier, engl. paper; s. dar. d. Art. Zeichenpapier, Papierdachung etc. Der Papierteig, franz. bapier maché, ist eine zu Ornamenten im Innern von Gebäuden verwendbare Masse aus Papierschnitzeln oder ähnlichen Faserstoffen, die gekocht, gestampft, in einen hek Heidelberg CDFC knetbaren Teig verwandelt, dann mit starkem Leimwasser vermischt, so in die Formen gedrückt u. darauf getrocknet wird. Man hat mit dieser Masse, welche unverbrennlich ist u. der Feuchtigkeit ziemlich gut widersteht, Versuche zur Dachdeckung u. zu Bekleidung der Gebäude gemacht. Die Zurichtung zu diesem Zweck geschieht durch Zusatz von Kalk, Oel, Vitriol etc. Ein Zusatz von Gips und Mehl erhöht zwar die Knetbarkeit, vermindert aber die Festigkeit; s. Dachdeckung, Steinpappe, Maulbeerbaum, Bast re.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 3, S. 496Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 12

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Allerlei 6