FeedKleinuslaßter
Haus & KücheBau-Lexikon 1881

Kleinuslaßter, s. v. w. Kieselpflaster. Bleinschmied, m., provinziell, s. v. w. Schlosser, an anderen Orten s. v. w. Klempner. Aleisode, f., frz. gazon sur claie, engl. clay-sod (Deichb.), Rasenstücke, welche aus Kleigrund gestochen werden und besonders gut zu Deichbekleidung sind. KAlrister, m. frz. oolle f. d'amidon, de farine ete., engl. paste (slipping), 1. zum Befestigen der Papiertapeten. 2 kg. Mehl, besser jedoch Stärkemehl, rührt man mit kaltem Wasser zu möglichst dickem Brei. Dann bringt man 8 Liter Wasser zum Sieden, setzt ein wenig Alaun zu und gießt dasselbe allmählich, immer umrührend, zu dem Brei. Darauf wird der Kleister durchgeseiht u. mitkaltem Wasser verdünnt. Die Wände werden vorher mit dünnem Leim grundirt. — 2. Auch aus Eiweiß läßt sich Kleister bereiten. — 3. Mehl wird mit kaltem Wasser angerührt, Leim in Wasser gekocht, dann beides zuf ammengeschüttet, bes. gut für Ledertapete, Pappe etc. — 4. Der Abfall, das sogen. Stollmehl, von den Glacefellen wird mit Wasser zu einem gut streichbaren Kleister gekocht, die Tapete wie gewöhnlich damit bestrichen u. aufgeklebt.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 3, S. 190Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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