FeedPapierdachung
Handwerk & GewerbeBau-Lexikon 1881

Papierdachung, k., sinnische, dient zu Eindeckung von Plattformen, ähnelt sehr der Holzcementdachung (s. d. u. d. Art. Dachdeckung). Behufs der Berwendung zu Dachung sowie zu manchen anderen Werken ist es nöthig, das Papier wasserdicht zu machen. Dies geschieht auf folgende Art. In 100 kg. Wasser werden 750 g. Alaun gelöst. In einem andern Gefäß löst man 125 g. weiße Seife u. 33 g. Borax auf. Zuletzt werden 66 g. arabisches Gummi und 200 g. Leim für sich in der nöthigen Menge Wasser gelöst. Diese drei Lösungen werden zusammengegossen, die Mischung warm erhalten und das zu präparirende Papier langsam hindurchgezogen, so daß es davon ganz durchdrungen wird. Dann wird es durch Preffen zwischen Walzen vom Ueberschuß der Mischung befreit u. getrocknet.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 3, S. 497Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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