FeedPaschall s.
PflanzenreichBau-Lexikon 1881

Paschall s., engl., heiliges Grab; p. taper, s. d. Art. ). Osterkerze. „ Pashinbapalme, Parinba, k. (Iriartea ventricosa, . Bot.), in Brasilien, hat so hartes Holz, daß die Indianer „Wurfspieße aus demselben fertigen. Da es aber nur eine dünne Schicht bildet, giebt es nur Latten, keine Breter. e. Diese werden zu Hauswänden und Fußböden geflochten oder die ganzen Stämme zu Säulen benutzt. Vasquill, n., frz. passequille, s. d. Art. Basquill. rPassage, m., frz., ital. passäta, I. kurzer Corridor.— 2. Durchgang. In Venedig und anderen Handelsstätten rItaliens und Spaniens, die mit dem Orient verkehrten goder gar von Islamiten bewohnt waren, kamen schon im Mittelalter, aus Aegypten, Persien etc. hierher verpflanzt, Durchgänge durch tiefe Grundstücke vor, welche gewisser⸗ „maßen als Straße behandelt, d. h. auf beiden Seiten mit „GEKaufläden besetzt sind. Im 15. und 16. Jahrhundert erscheinen sie auch in Deutschland, Leipzig, dann Nürnberg, „Augsburg. In neuerer Zeit werden sie sehr häufig angelegt, ja der Wunsch, eine Passage zu besitzen, hat dazu geführt, daß man sie auch da anbrachte, wo gar kein genügender Platz dazu war. Man sollte den freien Raum zum Durchgang nie unter 4 m., die Läden nie unter 3 m. tief machen, so daß also unter Rücksicht auf die Mauerstärke nur in Grundstücken von mindestens 12 m. Breite Passagen angelegt werden könnten. Eine der ersten unter den modernen Passagen, unter Glasdach, mit Läden im Erdgeschoß understen Obergeschoß, so daß vor dem letztern sich Balkons hinziehen, war die in der Form sehr schlichte im Hotel de Pologne in Leipzig, von C. R. Kanitz um 1888 erbaut. 1843 hatte Leipzig bereits 4, Braunschweig u. Frankfurt a. M. je einen solchen „Durchgang“. 1844 folgte Paris, und zwar schon in luxuriöser Ausstattung; nun erst fand die Sache, als französische Mode, unter dem Namen P. allgemeinen Anklang; zu den best angelegten gehören die Passage de la Reine zu Brüssel und vor allen die Galleria Vittorio Emmanuele zu Mailand (Fig. 2780). — Besondere Rücksicht widme man der Beleuchtung, welche gar zu leicht, bei zu großer Hochführung der Seitengebäude, höchst kümmerlich ausfällt, und der Lüftung unter Vermeidung von Luftzug. Bis jetzt läßt die große Mehrzahl der Pafsagen in Berlin, Leipzig, Paris etc. in beiden Beziehungen noch viel zu wünschen übrig. — 3. P. étroit Wasserb.), Stromenge. — 4. (Eisenb.) Wegübergang, reuzung.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 3, S. 506Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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