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Bildende KunstBau-Lexikon 1881

Passer, m. (Schiffb.), s. v. w. Zirkel. I.), abblassen, die Farbe ver⸗ Paste, k. frz. ußbrücke, Steg. fel, Gips, Glas, d. Art. bassig. Pastellfarbe, „(Eisenb.), Weiche. Colour (Mal.), le mit sämtlichen Hassionswerk. Eisensaffran, pate, engl. paste, eigentl. Kleister, Teig, daher auch Abdruckeiner Gemme in Schwe⸗ „Porzellan, Siegellack etc. ngl. pastel, s. d. Art. Färberwaid. E. frz. Couleur f. Pastel, engl. pastil-Farbe zur Pastellmalerei. Man wendet daben an, als: Bleiweiß, Kremnitzer Weiß, dönigsgelb, Mennige, Zinnober, Smalte; mbra grüne Erde u. Frankfurter Schwarz, diese vollends im Schatten trocknen. Statt Thon, Gips u. Milch nimmt man auch wohl Gummiwasser, Honigwasser und venetianische Seife oder Kreide zum Anreiben. Mißrathene Stifte werden wieder mit eingemengt. Mit diefem Stift wird nun gezeichnet und, wo nöthig, mit dem Finger od einem Wischer vertrieben. Die Pastellmalerei verwif cht sich leicht. Die farbigen Zeichnenstifte, welche man als Oreta polycolor im Handel findet, sind etwas anderer Zusammensetzung. Die Grundmasse derselben besteht aus feingeschlämmtem u. gebeuteltem Pfeifenthon; als Farbstoffe dienen die obengenannten und noch verschiedene andere. Der Thon wird mit spirituöser Schellacklösung verrieben, dann setzt man dünnflüssigen Terpentin und das feingeriebene Pigment zu. Die Masse wird dann durch ein Härsieb geschlagen, an der Luft getrocknet und endlich geformt.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 3, S. 506Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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