Platinanstrichmasse, k., und Platinoleum, u., sind zwei neue zusammengehörige Anstrichmittel von Pflug & Co. in Kitzingen. Die erste soll eine krystallistrende Metall⸗ (farbe sein, Unverbrennlichkeit besitzen, Oxydirung des tsbibliothek Heidelberg Metalls, Durchdringen der Feuchtigkeit verhindern und demnach zu Anstrich auf Eisen, Holz, Mauer, Ziegel, Schiefer etc., bes aber auf Fußboden u. auf Cement dienen. Platinoleum heißt sie in einer andern Zubereitung, welche sie zum Anstrich von Gewebe, Papier, Putz re. tauglich macht. Platine, Plattine, k. 1. Rohschiene. — 2. Rohrschiene. Platine, f., frz., 1. Rohrschiene. — 2. P. de palatre, Schloßblech; p. d panaches, Schloßblech mit Blattwerk P. de serrure, Schlüsselschild; p. de verrou, Riegelunterplatte, Streichblech. — 3. P. d'une fiche, Bandlappen, Oesentheil eines Thürbandes. — 4. Tiegel. — 5. Stoßplatte einer Eisenbahnschiene. Elating, s., engl., frz. plaqué, m., die Plattirung. Platingruppe, k. (Metall.). Zu dieser Gruppe rechnet man folgende Metalle, welche sich stets als Begleiter in den Platinerzen finden: Palladium, Rhodium, Osmium, Iridium und Ruthenium. Mlatinmohr, m., platinschwarz, n. (Mal.), frz. noir m. de platine, engl. platina-black Platina-mohr, aus Platina bereitete schwarze Farbe. Platona, plathoma, platonia, f. lat. Marmorplatte, Marmortafel. Plat-pays, m., frz., Blachfeld, Flachland. Elatras, m., frz., Brocken alten Gipsputzes. Plätre, m., frz., 1. Gips; p. aluné, Keene's Marmorcement; p. blanc, rablé, der weiße, von den Kohlen gesonderte Gips; p. elair, dünn angemachter Gips; p. cru, ungebrannter Gips; p. cuit, engl. plaster, gebrannter Gips; p. eventé, abgestandener Gips; p. in luisant, Weißstuck, Marmorinoputz; p. gaché, Gipsbrei; p. gras, fetter gutgebrannter Gips; p. gris, pas rablé, der graue, mit Kohle verunreinigte Gips; p. mouillé, der ersoffene Gips; p. mouliné, Gipsmehl; p. noyé, der dünne Gipsbrei, p. de Paris, der (kalkhaltige) Pariser Gips; p. serre, der dick angemachte Gips. — 2. Die Halde. Platrerie, f., frz., Gipsarbeit. Platrière, f., frz., Gipsbruch, Gipsbrennerei. Platsche, f., s. v. w. Pritschbläuel. Plütscherbrunnen, m., s. Springbrunnen. Plattbank, f., Plattenhobel, m. (Tischl.), franz. rabot plate-bande, engl. side-fillister, eine Art Falzhobel, der dazu dient, die Federn der Füllungen abzuplatten; gleicht meist einer kleinen Rauhbank, hat aber an einer Seite einen Anschlag von der Breite der Nuthwange, so daß das Eisen auf der Sohle bis an diesen Anschlag reicht. Die einfachen oder Doppeleisen der P. stehen ziemlich schräg, weil oft quer über die Holzfasern gehobelt werden muß. Dadurch wird jener Anschlag nöthig, damit die P. nicht von ihrer Bahn abweicht. Plattbagen, m., s. d. Art. Stichbogen. Plattbord, n., s. d. Art. Dahlbord. Plüttchen, n. (Forml), Riemen, schmale Platte; s. d. Art. Bändchen, Glied E. 1. b. Das P. am Ablauf u. Anlauf heißt auch Saum oder Riemchen, das zwischen zwei Schaftrinnen auch Steg; s. d. betr. Art. Plüttchenkolben, w. (Glas.), kleiner Löthkolben. Plattdecke, f., nicht durch Felder verzierte Decke (l. d.). Platte, f., 1. (Forml.) frz. Carreau, m., engl. platé, ein starkes, gerades, nach dem Querschnitt eines Prisma gebildetes Glied; s. d. Art. Glied E. 1. a. Wenn eine P. wenig ausladet, so heißt sie Band oder Borte (s. d.), am Architrav auch Streif; bildet sie den Sockel einer Säule, Statue re., so heißt sie Plinthus (s. d.); kragt sie weit hervor u. ist an der unteren Fläche mit einer Aushöhlung zu Ableitung des Wassers versehen, so heißt sie hängende P.; vgl. d. Art. Abakus, Hängeplatte, Kranzleiste, Gebälk etc. — 2. (Schiffb.) s. v. w. Plette. — 3. s. v. w. Floß od. Fähre,l flachbodiges Küstenfahrzeug. — 4. (Wasserb.) Sandbank, Untiefe, vorspringendes, niedriges Ufer. — 5. frz. dalle, engl. slab, lat. Jamina, flacher, tafelförmig bearbeiteter Stein :s. d. Art. Fußboden, Fliese etc. — 6. frz. Plaque, lame, engl. piate, die Metalltafel. — 7. frz. dessus de table, tablette, engl. table-board, Tischplatte. — S. frz. Cerveau, engl. crown, flacher Theil der Glockenhaube. — 9. franz. pblatebande, engl. rebate, Abplattung an den Füllungen. PVlütte, f., 1. (Schiffb.) s. v. w. Plette. — 2. f. v. w. Rahmen, Rieschholz, Holm, Blattstück. Pplatted moulding, 8, engl. (Forml.), abgeplattetes Simsglied, z. B. der ionische Architrav. YVlatteisen, n. (Hütt., Schmied), s. Flacheisen. Plattel, plattl, k. (Hütt.), s. Gans. platten, trs. Z., s. v. w. aufblatten, s. d. Art. Blatt, Holzverband A. I. etc. plätten, trs. 3.„. frz. ecacher, aplatir, engl. to flatten, . Draht. — 2. frz. étirer en barres, engl. to draw-out, s-Stahl. — 3. frz. carreler, engl. to ag, mit Platten belegen, s. Fußboden. Plattenbeleg, m., frz. carrelage, m., s. Fußboden. Mlattenfeile, f. (Werkz.), Feile von mittelfeinem Hieb. plattenförmige Absonderung, (Miner.), s. d. Art. Absonderung. Das Gestein erscheint dabei in meist dünne, mitunter jedoch auch bis 60 em. starke, geradschalige Stücke geschieden; sind dieselben im Verhältnis zu ihrer Ausdehnung nicht sehr dick, so nennt man sie auch Tafeln. Die p. A. mancher plutonischen Gesteine wurde früher irrig für Schichtung angesehen. Plattenkupfer, n. (Hütt.),s. d. Art. Kupfer. Plattenmessing, n. (Hütt.), f. d. Art. Messingblech. Plattenschneidemaschine, l. In neuerer Zeit sind viele verschiedene Maschinen zum Schneiden von Metallplatten erfunden worden; wir erwähnen hier nur eine für das Kleingewerbe sehr zweckmäßige Handmaschine zum Schneiden runder Platten. Zwei mit einander parallel laufende, liegende Wellen sind durch gleichgroße Stirnräder mit einander verkümmt, werden an einem ihrer Enden mittels einer Kurbel gedreht u. haben jede am andern Ende eine scherenschneidige Scheibe. Die rund zu schneidende Platte wird durch eine Stellschraube in einem nebenstehenden Bock, der je nach dem Durchmesser, den die Platte erhalten soll, näher zu⸗ od. weiter abgerückt werden kann, festgeklemmt. Eine Schraube auf der oberen Schneidewelle dient zu Herstellung der Verstellung zum Schneiden von Platten verschiedener Dicke. Man hat auch größere Pn, die durch Dampfod. andere Kraft getrieben werden, Platten von 15—150em. Durchmesser schneiden u. die Kanten von Blechen, wie sie aus dem Walzwerkkommen, glatt schneiden. Plattenverkleidung, k. franz. tablement, m., engl. dressingor lining-with tables, lat. opus franeigenum, ist eine höchst unsolide Manier, Fagaden aufzuschmücken. Plattform, k., franz. plate-forme, f., engl. platform, 1. frz auch comble plat, engl. flat roof, hoch od. niedrig liegende, ziemlich wägrechte, zum Betreten bestimmte u. daher in der Regel mit Geländer versehene Dach⸗ oder Terrassenfläche; s. Altan, Dach A. I. 7. und Abdachung, Asphalt III., argamasse etc. — 2. Gichtbühne. Manhanei Patn f. (Kriegsb.), s. Batteriediele. Platthaupt, platthoofd, n., franz. clou m. à maugère. engl. scupper-nail (Schiffb.), 2½—3 em. lange Nägel mit plattem Kopf. Mlattholz, n. (Ziegl.), flaches Stück Holz zum Abstreichen der Ziegel in der Form. Plattine, f., 1. (Mühlenb.), die Platte am Kropf des Holländers in einer Papiermühle. — 2. An der hintern Wand eines Kamins angelegte verzierte eiserne Platte. — 3. Auch plettine gen., s. Platine. plattiren, trs. Z., 1. franz. plaquer, engl. to plate, einen dünnen Ueberzug von edlerem Metall auf ein werthloseres Metall machen. Am häufigsten wird Kupfer mit Silber plattirt. — 2. p. der Ziegel, s. Färben F. — 3. frz. doubler, Glas p., s. v. w. überfangen. Plattkachel, k. (Töpf.), s. d. Art. Kachel. Mlattlack, m. (Mal.), 1. geschmolzener Gummilack, der iglit / mothes 18835d3/0564 DOE