Steinmark, n., frz. moelle f. de pierre, engl. Ithomarge (Miner.), feste Varietät des Kaolin, dient zum Poliren geschliffener Steine, kommt als Ader in Grauwacke, Porphyretc. vor, ist weiß, grau, lavendelblau, fleischu. ziegelroth, ochergelb, bisweilen gefleckt; matt, wird durch den Strich glänzend, undurchsichtig, auf dem Bruch eben und erdig, fühlt sich fettig an. Erhärtet zu einer zerbrechlichen Masse im Feuer und ist im Wasser unveränderlich. Steinmasse, f., 1. frz. massif, pilier, m. engl. stonemass, große Masse von Steinen, z. B. Pfeiler. — 2. frz. den unter „Bausteine“ angeführten künstlichen Steinen sind noch folgende Fabrikate zu erwähnen: a) Als Mühl- und Schleifsteine u. zu Ornamenten zu gebrauchen. 10 Lösung von kieselsaurem Natron werden zu einem vollkommen gleichmäßigen Teig verarbeitet u. in Gipsformen gegossen oder gepreßt, welche zuvor mit Oel ausgestrichen und mit feinem Glaspulver ausgestreut werden, damit die Masse nicht anklebe. Zum Trocknen erhitzt man die Gegenstände in einem verschlossenen Raum bis zu 100²C. u. läßt sodann die Dämpfe heraus, worauf man die Steine im wieder geschlossenen Raum vollends trocknen läßt. Nach dem Trocknen werden sie auf einer Unterlage von trockenem Sand in einen Ofen gebracht (ähnlich den Steingutöfen), taber durch aufrecht gestellte Thonplatten getrennt, auf othek Heidelberg DFC welche man andere querüber legt, welche wieder als Unterlage für Steine dienen. Der Ofen wird 24 Stunden langsam gefeuert, nach 48 Stunden bis zur Rothglühhitze getrieben, worauf 4 —5 Tage abgekühlt wird; die so gewonnene S. ist im Korn sehr gleichmäßig u. wird selbst durch heißes Wasser u. Säuren nicht angegriffen. bp) Man läßt eine Mischung von 200 Th. gebranntem Gips, 2 Th. hydraulischem Kalk, 1 Th. flüssiger Wasserglasgallerte u. 100 Th. Wasser in einer hölzernen, mit Seife bestrichenen Form erhärten; dieses muß binnen 20— 22 Minuten geschehen, worauf man die Steine herausnimmt u. 14 Tage an der Luft trocknen läßt. ) Feuerfeste Steine, sogenannte stourbridges, verfertigt man in der Gegend von Birmingham durch Formen u. Brennen aus einem dort gefundenen dunkelgrauen, sehr schweren, harten Thon; dieser Thon hat steinartiges Ansehen, unebenen, feinsplitterigen Bruch, ist theils matt, theils schwach glänzend; er zerfällt im Wasser zu einem nicht feinen, sondern aus kleinen, zähen Klümpchen bestehenden Schlamm, u liefert erst durch anhaltendes Bearbeiten einen ziemlich festen Thonbrei. Er enthält in 100 Theilen: 60.393 Kieselerde, 19,3 Thonerde, 6,0. Wasser und 2,% Eisenoxyd.