pochen der Erze, um sie leichter schmelzen zu können, von „den erdigen Theilen abzusondern und sonach in das Enge zu bringen. Eine Pochwelle, d. h. Daumenwelle (s. d.), hebt die Stampfen, pochstempel, welche durch ihr Niedergehen in einem Behältnis, Pochtrog, die Erze klar stoßen. Ein starker, eingegrabener Baum, Pochklotz, bildet des Pochtrogs Unterlage u. trägt mehrere lothrechte Säulen, Hochsänlen, welche das Gerüst der Stempel stützen und zugleich den Pochtrog in zwei bis drei Abtheilungen, hochkasten, trennen. Die Pochsohle (Sohle des Pochtroges) liegt etwas abschüssig auf dem Pochklotz zwischen den Pochsäulen, besteht aus einem Stück Holz mit einem Ueberzug von geschmiedetem oder gegossenem Eisen, auch wohl von festgestampftem klaren Erz, oder von festem Stein, und hat Vertiefungen da, wo die Pochstempel auffallen. Die Seitenwände des Pochtroges, die Pochwände, zwischen den Pochsäulen bestehen aus Pfosten und werden auf der inneren Seite mitunter mit Eisenblech beschlagen. Es arbeiten gewöhnlich 9 Stempel in dem Pochtrog, 3 in jeder Abtheilung, wovon der erstere Unterschürer oder Erzstempel, der zweite Pocher oder Mittelstempel und der dritte der Auspochstempel oder Austräger, Blechstempel, heißt. Alle drei zusammen bilden einen Satz. Die unteren Enden der Stempel werden mit einem 25—50 kg. schweren Eifen, Hocheisen, ochschuh, beschuht, welches mittels eines daran befindlichen Kiels, Pochkiel, u. eiserner Ringe, Pochringe, befestigt wird. Beim Pochen des Zinnerzes find die Stempel mit einem harten Stein armirt. Die Hebedaumen der Stempel sind meist verstellbar. Zur Führung der Stempel sind Querhölzer, Pochlade, Pochleitung genannt, zwischen die Pochsäulen eingebracht und zwischen diese wieder andere Hölzer, Pochriegel, die, zwischen den Pochstempeln hindurchgehend, das Aneinanderstreifen derselben verhindern. Eine besondere Vorrichtung, eine Art Rumpf, Rolle, Pochrolle, dient dazu, das Erz mittels einer an ihrem Boden befindlichen Rinne, Pochrinne, in den Pochtrog zu leiten. Die Rollstange, an dem einen Stempel angebracht, erschüttert fortwährend die Rolle. Das Wasserrad, Pochrad, hat einen Durchmesser von höchstens 4% m., damit die Drehung der Daumenwelle und das dadurch bewirkte abwechselnde Heben der Stempel nicht zu langsam erfolgt. Das Pochen selbst geschieht entweder trocken, wobei man Pochmehl und Vochkerne erhält, die durch ein Siebwerk gesondert werden; oder es geschieht naß. Dabei wird Wasser durch hochröhren in den Trog geleitet, welches daun den Pochschlich, d. h. das nasse, klare Erz, durch das Austrageloch abführt, welches durch ein Messingdrahtgitter, das Vorsatzblech, verwahrt ist. Der Schlich wird in den Sumpf geleitet, wo die schweren Theile als Pochsatz zu Boden sinken. Schlich sowohl als Mehl kommen noch in das Waschwerk. Aehnlich sind die Pie der Blaufarbenwerke, Porzellanfabriken, Chamottefabriken etc. konstruirt. Jetzt wendet man als Triebkraft meist Dampf an. Vockenholz oder Pockholz, n. (Bot.), engl. pock-wood, . d. Art. Franzosenholz, Guajakholz, Jacarandenholz u. lignum 24. godest, m., Diazama, n., Flöhen, m., Pritzsche, f. (Hochb.), frz. palier, repos, m., engl. landing-place, foot-place, resting-place, ebener wagrechter Absatz in einer gebrochenen Treppe, gewöhnlich da angebracht, wo die Treppe eine andere Richtung nimmt; s. d. Art. Treppe.