FeedPolirschiefer
AllerleiBau-Lexikon 1881

Polirschiefer, Cripelschiefer, Klebschiefer, Silbertripel, m. (Miner.), franz. schiste tripoléen, engl. polishing-slab, gelblich- und röthlichweiß, mitunter gestreift im Bruch; findet sich in der Nähe von Steinkohlengebirgen in Lagern, aber selten. Gebraucht wirder, wie der Tripel, zum Putzen und Poliren von Glas und Metall. Po lirstahl, polirspan, Polirstein, Polirzahn (Schloss.), frz. brunissoir, m., engl. burnisher, gebogener Stahlstift, Stück Holz, frz. e. en bois, engl. wooden b., Achat, frz. dierre à brunir, engl. burnishing, oder Wildschweinszahn etc.; dient zum Poliren, indem er kleine Erhabenheiten oder Rauheiten der Oberfläche niederdrückt. Vergoldungen auf Holz polirt man mit Stahl, auch wohl mit rothem oder Blutstein, und zieht dabei diejenigen Blutsteine vor, welche, wenn sie polirt sind, die Farbe des Stahles besitzen. Sie werden auf besonderen Mühlen abgerundet und je nach den Theilen, welche damit polirt werden sollen, verschieden gestaltet (die gewöhnlichste Form ist die des Wolfszahnes); dann mit Schmirgel u. Engelroth polirt u. in eine kupferne, an einem hölzernen Stiel befestigte Zwinge gefaßt. Volirstrauch, m. amerikanischer (Bot., Ouratella americana L., Fam. Dilleniaceae D. O.), ist einheimisch in Guayana und hat so scharfe Blätter, daß sie zum Poliren von Holz und Metall dienen, wie die Blätter der Delima sarmentosa auf Ceylon und Malabar (ders. Familie).

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 3, S. 559Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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