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Sitten & ModeBau-Lexikon 1881

Rauchfang, Rauchmantel, m., franz. manten u, m., oder hotte f. de cheminée, engl. mantle, chimney-hood, lat. u. span. campana, auch Kutte, Schurz, Herdmantel genannt, untere trichterförmige Ausweitung des Schornsteins über offenen Herden, Kaminen re. Es ist nöthig, daß der R. den Herd ganz überdeckt, damit der Rauch vollständig abgeführt werde. Je steiler die Steigungslinie eines R.s (wenigstens 45 gegen den Horizont), je ebener seine innere Fläche und je gleichmäßiger sein Anschluß an die Schornsteinröhre, desto gewisser führt er den Rauch ab. Den R. führt man durch die Balkenlagen nur dann hindurch, wenn die Niedrigkeit einer Küche es erfordert. Der Vorsicht halber reiche der R. 15 cm. über den Feuerherd hinaus, er beginne nicht zu hoch über dem Herd, doch muß er vom Küchenfußboden so weit entfernt sein, daß man bequem darunter treten kann. Früher mauerte man die Rauchfänge in der Regel auf hölzernen, eisernen oder gewölbten Unterlagen (s. d. folg. Art.), jetzt werden sie in der Regel aus Blech konstruirt; über bewegliche Rauchfänge s. auch d. Art. Holz 3. und Mantel.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 4, S. 21Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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