Ruder, n., 1. (Schiffb.) auch Rieme, Riem genannt, frz. rame, aviron, engl. Oar (rudder heißt das Steuerruder), das bekannte Schifferwerkzeug, am besten aus eschenem od. anderm harten Holz zu fertigen. Der im Wasser befindliche Theil, das Ruderblatt, franz. pale, palette d'aviron, engl. blade, wWash, ist platt und am äußersten Ende am breitesten; das obere abgerundete Ende heißt Pinne, Ruderpinne, Helmstock, frz. barre, engl. vhip-staff, u. dient als Handgriff zur Bewegung des R.s, s. auch Bauholz F. I. o.2. R. sind Attribut des Neptun, der Fortuna etc. — 2. (Schloss.) Eine in einen Haken einfallende drehbare Klinke; s. d. Art. Basquill I. und a in Fig. 449—451. — 3. lat. rudis, f. v. w. Rührscheit, Kalkkrücke.
Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 4, S. 80Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei