Ruste, Rüste, k. (Schiffb.), frz. Ecotard, porte-hauban, In. engl. chainwale, stool, an der äußeren Seite eines Schiffes platt und wasserpaß hervorragende dicke Planken; dienen zum Anknüpfen der Wanttaue oder Jungfern der Wände, damit diese den Schandeckel und die Regelingen nicht beschädigen, u. um durch Abstumpfung des Winkels, welchen die Wauten (Wände) gegen einander machen, die Masten besser zu unterstützen. Wenig hinter jedem Mast liegen seine Rin (daher große, Fock⸗ u. Besanruste), am Steuerbordu. Backbord, in der Höhe des Raaholzes. Ihre Stärke beträgt nach der Größe der Schiffe 8—1560m., ihre Breite ungefähr 4em. auf 15 em. Länge des mittelsten Deckbalkens. Nach den daran zu befestigenden Wanttauen richtet sich die Länge. Man befestigt die Rin gegen die Innhölzer mit Bolzen, die durch die ganze Breite der Rn und Innhölzer gehen und innerlich Vorstecker od. Splinte erhalten. An der schmäleren äußeren Kante der Ren macht man zum Einlegen der Beschläge der Jungfern Einschnitte und legt über diese Einschnitte als Bedeckung eine Leiste oder Latte. Auch die Panduren der Stengen und Bramstengen werden von Ren gehalten. rästen, trs. Ztw., 1. (Bergb.) über einem Schacht das Gestell zu einem Haspel aufstellen. — 2. (Bauw.) die Anfertigung eines Gerüstes (s.d.).— 3. Das Rüsten des Chones, geschieht durch Menschen oder Thiere und besteht in vollkommen gleicher Mischung des Thones mit dem ihm etwa noch fehlenden Sand od. einer andern Thonart durch Kneten oder Treten. Rlüster, Ranhlinde, f. s. unt. Ulme; Rüster nachzuahmen, s. d. Art. Imitation A.0.