Säge, f. franz. scie, f., engl. saw, Werkzeug zum Zertheilen von Holz, Stein, Metall etc., dessen Hauptbestandtheil das Sägeblatt (s. d.) ist. Das Blatt ist entweder in einem Gestell befestigt, gespannt, oder blos an einem Ende mit Griff versehen, oBhne Spannung. Zum Schneiden von Eisen werden die Zähne nicht ausgesetzt, auch muß das Blatt hierzu sehr hart sein. Man hat viele Arten Sägen, deren gebräuchlichste hier folgen. A. Ungespanute Säge, frz. seie sans Chassis, engl. unkramed sawr. 1. Die sogen. Längen⸗, Bret⸗ oder Klobensäge, franz. scie de long, pompatur, 2½¼ — 2¼ m. lang, mit einem sesten und einem abzunehmenden Quergriff, dient zum Trennen (s. d.) der Ballen und Stämme in der gewöhnlichen Form; für Rostschneider heißt sie frz. scie du scieur de long, engl. pitsa; mit Wippe eingerichtet‚ frz. Scien bascule, engl. Whip-saw. — 2. Kerb⸗, Trumm⸗, Drumm⸗, Quer⸗(Schiffb. Drecksüge), Bogen⸗ od. Schrotsäge, 0,%—1% m. langes, 10—18 Cm. breites Blatt, mit etwas konvexer Schneidkante auf jedem Ende mit aufrecht stehendem Griff (Horn) versehen, zum Verschneiden der Nutzhölzer. — 3. Fuchsschwanz, Biberschwanz, Baumsäge etc. Freies, kurzes, ziemlich breites Blatt ohne Gestell, mit einer Handhabe; s. Fuchsschwanz. — 4. Lochsäge, auch Stichsäge gen.; s. Lochsäge. — 5. S. mit breitem Blatt u. zwei Handhaben. Das Blatt hat entweder gerade od. konvexe Schneidkanten, und heißt dann die S. Bauchfäge s. d. Art. Bauchsäge, Baumsäge etc. B. Gespannte Säge, Gestellsäge, franz. scie montée, chässis, engl. framed saw, framée-saw, span-saπ.— 6. Die gewöhnliche S., Spannsäge, Gestellsäge, Stoßsäge, deren Form hinreichend bekannt ist. Die Klinge ist an jedem Ende zu einer Angel (s. d. 2. 4.) verschmälert, jeder Arm (s. d. 7. u. b in Fig. 3055) des Gestelles hat ein Loch; durch dieses geht ein Griff k (Horn), in dem die Angel befestigt ist. Diese Griffe samt dem Blatt sind drehbar, durch das Drehen des Knebels d wird die Schnur e verkürzt, die Oberenden der Arme zusammengezogen, und da der Steg die Mitte der Arme in immer gleicher Entfernung hält, so wird hierdurch das Blatt a angefpannt, wenn die S. gebraucht werden soll. Man unterscheidet je nach der Größe etc.; a) Oertersäge, zum Zerschneiden größerer Arbeitsstücke. b) Handsäge, auch Schlitz⸗ oder Schließsäge genannt. e) Absetzsäge, zum Absetzen der Zapfen, zum Zinken etc. d) Schweissäge mit sehr schmalem Blatt und mit geschränkten Zähnen, sonst in der Größe variirend; das Blatt ist meist auf einem Ende zum Aushängen eingerichtet, um es durch die mit der Lochsäge gemachten Löcher einführenzu können. e) Aushängesäge (f. d. .) Frehssäge, eine Art Schweifsäge, die mittels eines Gestelles nach vorgezeichneter Linie geführt werden kann, um Fraisen (s.d.) zu erzeugen. — 7. Bügelstäge, s. d. Art. Baumsäge und Laubsäge. Die Sen zum Einstreichen von Schraubenköpfen gehören eigentlich hierzu. — §. Gratsäge (s. d.).— Absetzsäge mit Anschlag, sehr ähnlich der Gratsäge, aber mit beweglichem oder festem Anschlag, um Einschnitte einer Kante parallel führen zu können. — 10. Klobsäge. Gattersäge, Fourniersäge, frz. scie allemande, s. d. Art. Fourniersäge. — 11. Schulpfäge; hier ist neben dem Blatt noch eine dünne Platte angeschraubt, die verstellbar ist, um die gewünschte Dicke der abzutrennenden Fourniere enau einzuhalten. — 12. Steinsäge, ohne Zähne, für manche Steinarten von Blei. — 13. Rotative S., Bandsäge, frz. eie & lame sans fin, scie rotative, à lame continne, engl. endhess saw, belt-saw, strap-saw, bestehr aus einem dünnen, entweder aus einzelnen Stücken zusammengesetzten oder aus einem Stück bestehenden endlosen Blatt, welches wie ein Riemen über zwei einander gegenüberstehende Scheiben gelegt ist. Die Breite des Blattes richtet sich nach dem zu zerschneidenden Holz. Erfunden ist sie von Candelot & Co. in Poris und dient u. A. zum Fraisen etc.; s. Sägemaschine, Aehnlich derselben, aber weniger praktisch, ist die Kettensäge.— 14Kreissäge mit schneideförmigem Blatt; s. Grundsäge, Cirkulargrundsäge etc. — 15. Auch die Bogensäge ist eine Art S.