FeedSpitze
TechnikBau-Lexikon 1881

Spitze sich vereinigende Ständer in einer starken Planke befestigt, zwischen zwei eisernen Stiften gehtein Sägeblatt an der Seite der Planke, an jedem Ende des Sägeblattes befindet sich ein Ring, worin ein Seil geschlungen ist; das Seil geht an jedem äußeren Ständer unten über eine Rolle. Briugt man nun einen um eine Welle sich drehenden Wãgebalken an der Spitze der drei Ständer an und befestigt das genannte Seil an die Enden des Wägebalkens, so wird die Säge hin u. her gezogen, wenn man den Wägebalken auf- und niederdrückt. Das Einsenken der Säge unter dem Wasser geschieht durch Beschweren mit Steinen; s. auch d. Art. Grundsäge u. Cirkularsäge. — 3. Zum Holzschneiden. Wenn das eine Horn einer gewöhnlichen Spannsäge mit einem an einer Welle befestigten schweren Pendel oder Schwengel verbunden wird, so thut der Schwengel, wenn er einmal in Schwung gebracht worden, dieselben Dienste wieein Mensch. — 4. Maschine, um Steinplatten zu schneiden, s. unter Marmorsäge und Plattenschneidmaschine, Hügemühle, k., frz.scierie, f., moulin m. à scie, engl. saw-mill. Das treibende Werk einer S. muß die in der Regel senkrecht stehende Säge auf und nieder bewegen u. zugleich das zu sägende Holz dagegen schieben od. die Säge fortschretten lassen. Die Säge selbst ist in ein Gatter eingespannt, welches zwischen den Gattersäulen (f. d. 2.) durch einen Krummzapfen oder eine Excentrix mittels des Leitarmes oder Lenkers auf⸗ und niegergetrieben wird. Der zu zersägende Stamm liegt auf dem Klotzwagen, Sägewagen, Schlitten, der aus zwei langen Bäumen (Kammbäumen) besteht, auf denen starke Querstücke (Schemel) liegen, die seitwärts rückbar und oben etwas ausgehöhlt sind und auf denen der Stamm aufgeklammert wird. Der Schlitten wird auf zwei Straßbäumen bewegt mittels der ö Kumpfwelle (Schlittenwelle), an der zwei Kumpfe sitzen, deren Zähne in entfprechende Zähne am Schlitten eingreifen. Ein Balancier, Wägbaum, ist mit dem lüngeren Arm am Sägegatter, mit dem kürzeren (Schiebekopf) an einer eisernen Stange (Schlittenhaken, Schiebstange) befeftigt, deren Ende in Form einer Klaue in das Schlittenrad greift, welches an der Kumpfwelle sitzt und einen gezahnten Rand hat. Dadurch wird jedesmal, wenn das Sägegatter gehoben wird, der Stamm der Säge näher geschoben. Die Säge selbst ist oben etwas breiter als unten. Das Aufbringen der Stämme auf den Schlitten geschieht mittels einer schiefen Fläche, Eiling genannt. Es giebt auch Sen mit Kreissägen, rotativen Sägen; ferner kann man es einrichten, daß sich der Stamm nach jedem geschehenen Schnitt selbst seitwärts rückt, daß das Gatter, durch Daumwellen gehoben, von selbst wieder niederfälltetc.; neuerdings werden die meisten Sen durch Dampf getrieben. Fast allgemein ist jetzt die Einspannung mehrerer Blätter neben einander in ein Gatter, Bundgatter. liothek Heidelberg DOFC Sägespäne, m. pl., Sägemehl, m., frz. sciure, bran m. de scie, engl.saw-dust, solche werden oftzum Hinterfüllen und Unterstopfen der Fußböden und hölzernen Wände verwendet; gegen Mäuse sind sie zwar wegen des schnellen Zufallens etwa gewühlter Kanäle gut, aber nur, wenn sie in hohen Schichten verwendet werden; kleines Ungeziefer aber hält sich nur gar zu gern darin auf, auch sind sie feuergefährlich, ziehen Feuchtigkeit sehr schnell an und faulen schnell; anderseits hält eine Zwischenfüllung von Sin zwischen zwei Breterwänden sehr warm. Man benutzt sie auch zum vorübergehenden Schutz guter Fußböden in Zimmern, während Decken und Wände reparirt werden, zu Bereitung von Kitt, künstlicher Holzmasse, Steinpappe etc.; s. auch d. Art. Bausteine.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 4, S. 90Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 6

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Technik 6