Schachtofen, m. franz. ourneau à ouve, engl.shaftfurnace, pit-furnace; so heißen diejenigen Oefen, welche einen hohen, oben unbedeckten Raum, einen Schacht, enthalten, der zu Aufnahme des zu erhitzenden Materials allein oder zu Aufnahme desselben und des Brennstoffes zugleich dient. . S. ohne Gebläse, Zugschacht, dienen nie zur Schmelzung, nur zur Röstung oder Ausglühung der Eisenerze, Kupfererze etc., ferner als Gasgeneratoren etc. B. S. mit Gebläse, Geblässchacht. Dahin gehören: 1. Eisenschacht. a) Gebläsöfen mit offener Brust, s. d. Art. Hochofen. b) Geblässchacht mit geschlossener Brust; s. Blauofen. Sie haben unter der Ebene der Formen eine Oeffnung zum Ablassen der Schlacken. e) Abstichschacht; s. d. Art. Kupolofen. — 2. Geblässchacht für Kupfer-Silber⸗, Blei⸗ und Zinnerze. Dieselben zerfallen a) nach ihrer Höhe in Hochöfen von mehr als 3, m. Schachthöhe; in Halbhochöfen von 1, —3,m. Schachthöhe u. in Krummöfen von weniger als 1½ m. Schachthöhe; b) nach der Herdeinrichtung in Tiegelöfen mitoffener Brust, in Stichtiegelöfen mit geschlossener Brust u. in Sumpföfen mit Vorherd, Augenöfen od. Spuröfen mit einer offenen Abflußöffnung zerfallen wiederum in solche mit offenen Augen, mit verdeckten Augen und in Brillenöfen. Vgl. auch Flammofen, Brennofen, Eisen, Abstichbrust, bes. Hüttenwerk und Fig. 2149—2154. O. S. als Heizofen etc., s. im Art. Ofen.