Kupolofen, Kupuolofen, Cupoloofen, mu., frz. kourneau à manche, à la Wilkinson, cubilot, coupelot, oαpole, m. engl. cupole-furnace, Wilkinson's furnace. Diese v. Reaumur Anfang d.18.Jahrh. erfundenen, aber erst 1794 durch Wilkinson in England für die Praxis zugerichteten, jetzt durchKrieger inHannover verbesserten Schachtöfen zum Umschmelzen des Roheisens, deren sich viele Gießereien gegenwärtig bedienen, bestehen (s. Fig. 2447) aus einem ELBERG O Universitätsbit oben etwas verengten Schacht A, welcher innen in feuerfester Masse od. Chamottesteinen ausgeführt, außen durch umgebende Eisenarmirung gehalten wird. Die Höhe des Schachtes ist bei Kohksfeuerung 1½—2¼¾ m., bei Holzkohlen 3½5 ¼ m., die Weite 45—60 em., bei leichtflüssigem Eisen u. gutem Kohks 75 — 90 em. Die Form des Ofens liegt bei starkem Gebläse u. gutem Kohks 50 — 55 em., bei schwachem Gebläse u. Holzkohle 30 —38 cm. über dem Boden. Ungefähr um ½ der Höhe über der inneren Sohle befinden sich eine oder mehrere Oeffnungen für die einströmende Gebläseluft, die Düsen; sie sollen auf je Kg. Eisen, welches in einer Stunde niedergeschmolzen werden soll, 0,/ Em. Luft also bei Kohksöfen ca. 13 — 15, bei ca. 6/ 7½ Em. per Min. Nach Krieger wird die Luft in demRingwärmt und durch die weiten Oeffnungen d, also unter geringem Druck,eingeführt, doch wird die Einführung durch Düsen von Vielen vorgezogen. Die Windpressung beträgt selten über 5em. Quecksilber. Man erhitze den Wind nicht über „der K. mit nur einer horizontal liegenden Reihe von Düsen besetzt, so giebt ihre Höhe über der Sohle den höchstmöglichen Stand des flüssigen Eisens im Ofen; befinden sich aber mehrere Düsen einzeln od. in größerer Anzahl über einander, so kann man nach Bedarf das geschmolzene Eisen bis zur 1., 2. oder 3. Reihe anwachsen lassen, indem man in beiden letzten Fällen zur betr. Zeit erst die untersten, dann die anderen Reihen mit feuerfesten Massen stopft. Den obern, offnen TheilAdes K.s nennt man die Gicht, den Theil B die Rast; die am untern Theil befindliche Oeffnung, vor welcher eine Rinne é angebracht ist und in die ein Lehmpfropfen gestopft, zum Behuf des Gießens ausgestoßen wird, den Abstich. An der Gicht werden die Kohlen u. das mit Bruch od. altem Eisen zum Verschmelzen bestimmte Roheisen, in Stücke zerschlagen, ibliothek Heidelberg DOFC eingebracht. Das an der Sohle, in Kriegers Ofen in dem Vorherd k, von wo die Schlacke durch die Löcher OO ablaufen kann, sich sammelnde flüssige Eisen fließt beim Abstechen entweder, doch seltener, direkt durch angebrachte Rinnen g in die bereit stehenden Formen, oder wird in Pfannen etc. dahin gebracht. Die Entleerung geschieht am Kriegerschen K. mittels der Klappe i und des Wagens K, weshalb der Ofen nicht auf Mauerwerk, sondern auf? Säulen U steht. — hh sind die Schaulöcher zum Beobachten des Ofenganges. Weiteres s. in d. Art. Gußeisen I., Schachtofen, Hochofen und Heizung IV. 21.