Schmelzofen, m., frz. fourneau m. de fusion, fournaise, engl. smelting-furnace, 1. (Hütt.) zum Schmelzen der Erze dienender Ofen, je nach Umständen sehr verschieden eingerichtet. Die einzelnen Arten s. in d. Art. Ofen, Schachtofen, Flammofen, Kupolofen, Brennofen, Eisengießerei, Glas etc. — 2.(Blaufarbenw.) Ofen zum Schmelzen des Blaufarbenglases, etwa 3, m. lang, 3,3 m. breit, oben mit einer Kuppel versehen, unten mit kreuzweisen Abzugskanälen, damit im Ofen kein Wasser bleibe. Genau in der Mitte des Fußbodens wird ein 70 em. weites und 55 em. hohes Aschenloch der ganzen Länge des Ofens nach angelegt und zu ½ der Länge mit einem flachen Gewölbe bedeckt. Rost und Feuerherd werden darüber angelegt und zwei Schürlöcher angebracht, in gleicher Höhe vorn und hinten in der Umfassungsmauer. Darüber errichtet man ein flaches Gewölbe mit einer 50—60 em. langen, 45 48 cm. breiten Oeffnung in der Mitte, durch welche die Flamme in den obern Raum schlägt, wo zum Aufstellen der Glashäfen ein Herd angelegt wird; das Werkloch zum Einsetzen der Häfen ist in dieser Höhe, über jedem Haben aber zum Einbringen des Gemenges u. Ausschöpfen des geschmolzenen Glases ein Schöpfloch angebracht. Die kuppelförmige Haube, mit eisernen Ringen umgeben, schließt diesen Raum. Der Ofen muß erst einige Tage ausgewärmt werden, ehe das Schmelzen beginnt, u. nur nach u. nach wird das Feuer verstärkt. — 3. (Glasmal.) zum Schmelzen des gemalten Glases dienender, von Backsteinen konstruirter, kleiner viereckiger Ofen. — 4. s. d. Art. Porzellanofen.