FeedSchotspiker
Recht & StaatBau-Lexikon 1881

Schotspiker 1 Zoll 6 Pfd. pro 1000 Stülck. enkelte Lascheisen 3 15 20 „ „ 1000 doppelte Lascheisen 4 0 40 „ „ 000„ Fünfdaumspiker 5 Sechsdaumspiker 6 10 120 „ „ 1000 Siebendaumspiker 7 5 180 „ „ 1000 Außerdem hat man Sentspiker, auch Saum⸗, Haut⸗; Dubbelspiker gen., zum Anspikern der Spikerhaut; sie sind von sehr zähem Eisen u. haben große Köpfe. Auch heißen die 4zölligen noch Blaffer, 3¾zöllige Mittelblaffer, die 2½zölligen kleine Blaffer, 2¼zöllige Großscharf, die 1¾zölligen Kleinscharf. Die Küperspiker sind 36m. lang, die Pumpenspiker haben etwa 1em. Länge, die Persenningsspiker sind noch kleiner, die Ruderspiker haben Tacken (Zacken). Die kleinen Spiker haben meist dreilappige, die großen vierlappige, die 2½ —3 em. langen Platthoofden haben große platte Köpfe, die Duckers od. Schlumpers sind eben so lang, haben aber einen ganz kleinen, platten Kopf, der versenkt wird. Die Klampspiker oder Bandnägel zum Verklinken sind kurz, dick und von zähem Eisen. Schiffstau, u., frz. cable, s. d. Art. Tau. Schiffstauverzierung, f., Caustab, m. (Forml.), franz. cable, torsade, tore tordu, engl. able-moulding, aus einem tauartigen, gedrehten Rundstab bestehende romanische und normannische Verzierung; s. d. Art. cable. Schiffstheer, m., s. d. Art. Theer. Schiffswerft, k., s. d. Art. Werft. Schiffswerftkäfer, m., s. Holzfresser und Holznager. Schiffswinde, f. s. d. Art. Gangspill und Winde. towing-engine, zum Losziehen der Schiffe von Sandbänken, od. zum Aufziehen derselben auf das Land dienende große Winde. Schiffszimmermann, nu., franz. charpentier marin, engl. ship-carpenter, ship-Wright. Schiftarm, m., s. v. w. Helfarm (s. d.). Schiftnagel, m. (Zimm.), s. d. Art. Nagel. Sthistung, . Da bei einem Walmdach oder bei Einkehlen der Grat⸗ resp. Kehlsparren nicht mit den anderen parallel läuft, so können die ihm zunächst liegenden Sparren den First resp. Fuß des Daches nicht erreichen, sondern werden kürzer als die anderen, stoßen unter schiefem Winkel an den Grat⸗ resp. Kehlsparren an (schiften sich an denselben an) und heißen daher Schifter oder Schiftsparren, engl. jack-rafter, die Verbindung derselben mit jenem heißt S. Man unterscheidet zunächst einfache Schifter, diese können sein: Gratschifter oder Walmsparren, frz. empanon, oder Kehlschifter, ferner Doppelschifter, welche oben und unten geschiftet sind u. also zwischen einem Gratsparren u. einem Kehlsparren die Verbindung herstellen. In Beziehung auf die S. selbst gelten folgende Unterschiede: a) legt man den Kehl-resp. Gratsparren mit den anderen in eine Ebene und schärft ihn ab, so daß die Anschiftungsfläche, der Schiftbacken, die Schiftwange, lothrecht steht, so nennt man dies eine Blei⸗(od. Loth⸗)schiftung; b) ist der Grat-resp. Kehlsparren rechtwinklig gegen die Abgratungsfläche bearbeitet, so entsteht eine Schmiegschiftung; die Verschnittfläche heißt die Klebeschmiege oder Backenschmiege; e) liegt der Grat⸗ resp. Kehlsparren um die ganze Sparrenstärke tiefer u. ist oben nach den Dachfluchten bearbeitet, so werden die Schifter aufgeschiftet; d) liegt er nicht um die ganze Sparrenstärke tiefer und ist rechtwinklig bearbeitet, so heißt die klauenähnliche Schiftfläche Geißfuß re.; am schwierigsten ist die S. bei windschiefen Dachflächen oder gekrümmten Grat⸗ resp. Kehlsparren. Näheres sein Harres' „Schule des Zimmermanns“ (Leipzig, O. Spamer).

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 4, S. 126Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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