Schindel, 1. frz. échandole, f., aisseau, m., aissante, f., engl. shingle, ital. apicella, scandola, span. chilla, lat. scindula, aissella, asilium, escennum, laterculus ligneus, ploda, tallea, tilla, tegula fissa, war in der Zeit des romanischen u. frühgothischen Stils das verbreitetste Dachdeckungsmaterial; sie wurden meist am unteren Ende ausgeschnitzt, oft auch in Mustern durchbohrt, bes. wo sie zur Bekleidung lothrechter Flächen dienten; s. Dachdeckung u. Dachschindel sowie Bauholz. — 2. (Herald.) auch Span, Ziegelstein, Schachziegel etc. gen., auf einer der schmalen Seiten stehendes Viereck; es muß besonders gemeldet werden, wenn die Sen quer od. schräg liegen. Man findet sie sowohl in bestimmter Zahl als auch über das ganze Feld gestreut, u. rechnet sie bald zu den gemeinen Figuren, bald zu den uneigentlichen Ehrenstücken; s. auch d. Art. Billet und Heroldsfiguren.