Schotterleinwand, f. frz.bougran, m.,engl. buckran, s. Tapete und Schetterleinwand. Schotterstraße, f., frz. chaussée f. en empierrement, „chemin m. en cailloutis, engl. broken-stone-road. Die Oberfläche des Straßenkörpers wird ausgehoben und ein „Bett, wie bei gewöhnlichen Pflasterungen, für das Pflaster )bereitet. Die dazu zu nehmenden Steine müssen pyramidal und für eine Straße von 9 m. Breite für die Mitte ungefähr 18, u. für den Rand der Straße ungefähr 8 em. dick sein. Die Räume zwischen den Steinen werden mit „Schotter (Schlick) ausgefüllt, den man dicht einschlägt. Eine Schicht von zerschlagenen Steinen wird dann 10em. dick, 2, m. breit nach jeder Seite von der Mitte aus aufgetragen; diese Steine dürfen nicht über 6 em. dick sein. An dem nachbleibenden Rand der Straße breitet man kleinere Steine od. groben Kies bis zur gleichen Höhe aus. Die Straße wird nun zum Befahren so lange geöffnet, Sbibliothek Heidelberg bis die obere Schicht vollkommen dicht geworden. Dann kommt eine zweite Schicht Steine, ungefähr 5 em. dick, über die Mitte der Fahrbahn, während die Seiten wieder mit kleinerem Material bis zur Herstellung des Profils der Straße ausgefüllt werden. Eine Bekleidung von reinem groben Kies, ungefähr 4 cm. hoch, wird dann auf die Oberfläche gebracht und die Straße dem Verkehr geöffnet. Die Steine zu Beschotterung brauchen nicht so fest zu sein wie Pflastersteine, da sie dem Angriff des Fuhrwerks weniger ausgesetzt sind. Die Oberfläche aber muß aus möglichst hartem Material bestehen. Die Ueberkiesung erleichtert im Anfang das Befahren der Straße, da sie aber das Binden der Steine verhindert, so ist sie fehlerhaft.