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AllerleiBau-Lexikon 1881

Schrafftrung, k. frz. hachures, f. pl., engl. hatching, I. in einfachen Linien ausgeführte Schattirung (s.d.); die in zwei sich durchkreuzenden Lagen ausgeführte S. heißt Arenzschrafftrung, frz. Contre-hachure, hachure croisée, contre-taille, engl. oounter-hatching, cross-hatching — 2 Die Andeutung der Farben in Wappen durch Linien,; s. Heraldik u. die einzelnen, die Farben betr. Art. schräg, adj., s. v. w. schief; besonders versteht man unter schräg, frz. rampant, s. v. w. von der Lothrechten oder Wägrechten abweichend; seltener gebraucht man das Wort s., frz. biais, für schiefwinklig oder windschief. In der Heraldik heißt s. jede der Diagonalrichtung des Wappens folgende Figur od. Theilung, daher Schrägbalken od. Schrägstraße, frz. contrebande, s. v. w. Faden od. Gehänge (.d.), dabei unterscheidet man linken Schrägbalken, frz. barre, engl. bend sinister, Zeichen der unehelichen Geburt, und rechten Schrägbalken, frz. bande, engl. bend, Sekundogeniturzeichen; ein schmaler Schrägbalken heißt Schrägstab. Schrägrechts heißt von rechts oben nach links unten gehend, schräglinks das Umgekehrte; fängt die Diagonale nicht in der Oberecke an, so heißt sie Schrägsäule. — S.er Stoß, s.es Blatt, Zusammenschneiden auf Gehrung, Holzverbindung, bei den Tischlern häufig, seltener bei den Zimmerleuten, stets aber in Verbindung mit Bolzen, Schrauben, Holznägeln etc. angewendet als Längenverbindung, wenn die Verbindungsfuge Unterstützung erhält und keinen Eindruck auszuhalten hat: s. auch d. Art. Holzverband D. 4. — S.e Stempel, m. (Bergb.), heißen in der Schachtverzimmerung zwischen die Wandruthen, damit selbe nicht so leicht zusammengedrückt werden, gestellte Strebehölzer. Sie heißen, je nachdem sie steiler od. flacher stehen, schrägstehende oder schrägliegende Stempel.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 4, S. 156Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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