Sperrbuhne, f. (Wasserb.), dientzum Abdämmen eines Flusses, indem sie durch die ganze Breite desselben hindurchgelegt wird. Die Errichtung ist ganz dieselbe wie die der gewöhnlichen Buhnen (s. d.), man muß aber zugleich von beiden Ufern aus und in der Mitte etwas schnell arbeiten, weil das durchströmende Wasser immer mehr Grund austieft und den Schluß der Buhne erschwert. Angelegt wird sie: 1. wenn ein Fluß in mehrere Arme getheilt war, dadurch eine zu geringe Wassertiefe für die Schiffahrt hatte, und nun mehrere od ein Arm abgeschnitten wird; wenn bei einem durchgerissenen Deich das in das Binnenland stürzende Wasser abgeschnitten werden soll. Wenn die S. von dem Hochwasser überströmt wird, so erleidet dicht hinter der Buhne der abgesperrte Raum Auskolkungen u. die Verlandung geschieht sehr langsam; ziemlich gleichgültig ist dabei, wo die Buhne angelegt wird. Liegt jedoch die Krone der S. über dem höchsten Oberwasserspiegel, so ist es am vortheilhaftesten für die Verlandung des Armes, die Buhne direkt an die Ausmündung des zu sperrenden Armes zu legen.