Cinque Ports oder die Fünfhäfen hießen seit Wilhelm dem Eroberer die fünf auf der engl. Küste von Kent und Sussex gegen Frankreich zu liegenden Häfen Dover, Sandwich, Udas 5 Hythe und Hastings, die vor allen andern das Reich vor Landungen sichern sollten und von denen Dover der bedeutendste ist. Zu diesen kamen später noch Winchelsea und Rye, sodaß es eigentlich sieben solcher Häfen gab, von welchen mehrere kleinere, wie Pevensey, Folkestone, Deal u. a., abhängig waren. König Johann, der zur Wiedereroberung der Normandie eine Flotte brauchte, bewilligte den Bewohnern jener Städte viele Freiheiten, gegen die Verpflichtung, während eines Zeitraums von 40 Tagen in jedem Jahre 80 Schiffe auf ihre Kosten zu unterhalten. Der Befehlshaber des Schlosses zu Dover war zugleich Aufseher der Fünfhäfen unter dem Titel Lord Warden of the Cinque Ports und besaß Admiralitäts-Jurisdiktion mit einem Gehalt von 3000 Pfd. St. Die meisten jener Häfen sind gegenwärtig dergestalt verschlammt, daß sie zur Landung oder zur Unterhaltung bedeutender Kriegsflotten nicht mehr taugen; die alten Vorrechte sind ihnen aber teilweise verblieben. Dahin gehört unter anderm, daß die Abgeordneten dieser Städte bei den Krönungen der Könige von England den Baldachin tragen, der nach Beendigung der Feierlichkeit ihr Eigentum wird. Früher wählte jede derselben, so unbedeutend einige auch sind, zwei Abgeordnete in das Parlament; die Reform-Bill von 1832 jedoch hat Romney und Winchelsea das Wahlrecht genommen, Hythe und Rye aber wählen jede nur noch einen Repräsentanten. Auch das Amt des Lord Warden of the Cinque Ports besteht noch als Sinecure und wird gewöhnlich einem begünstigten Hof-oder Staatsmanne zuteil. Wellington erhielt dasselbe 1829, überließ aber die Einkünfte davon, die nur noch 1025 Pfd. St. betrugen, dem Schatze. Sein Nachfolger war der Prinz Albert, nach dessen Ableben es an Lord Palmerston verliehen wurde. Der gegenwärtige Lord-Warden ist Earl Granville. Die Amtswohnung des Lord-Warden ist das in der Nähe von Dover gelegene Walmer-Castle. Eintra, kleine, aber schön und malerisch gelegene Stadt (Villah in dem portug. Distrikt Lissabon, 27 km im Westnordwesten von Lissabon, am Abhange der Serra de Ce, hat (1878) 4751 E. und ein altes maurisches Schloß, Sommerresidenz des Hofs, mit herrlichen Fontänen. Die Umgegend zieren Landhäuser und Gärten, die schönsten den Engländern gehörig; eine entzückende Aussicht, das mißt, sind unter K aufzusuchen. „glorious Edeno Lord Byrons, auf dieselbe und das Meer genießt man ——5 den granitenen, 529 m Cn Berggipfeln. Auf dem nördlichen, dem 90 Alta, stehen die Ruinen eines maurischen Schlosses und einer 98 5 ee, auf dem südlichen das auf Kosten des Königs Ferdinand (von Coburg) in maurisch-got. Stil erbaute, an Kunstschätzen reiche Castilho da Penha de Cintra an der Stelle des ehemaligen, 1503 gegründeten Hieronymitenklosters da Penha, das, aus Granit aufgeführt, fremden Pilgern als Hospiz diente. Der Ort liefert ausezeichneten Wein und blauen Marmor. In der Nähe befindet sich auch das sog. Korkkloster (da Cortiga) Sta.⸗Cruz, eine Kapuzinereinsiedelei, die Wan Namen von den Korkplatten trägt, womit die ände der in den Felsen gehauenen Zellen bedeckt sind, um die Feuchtigkeit abzuhalten. König Ferdinand hat in C. einen großen forstbotan. Garten gegründet, in welchem angeblich 3—400 ausländische Holzarten kultiviert werden. Geschichtlich merkwürdig ist C. durch die hier 30. Aug. 1808 wischen den Engländern unter Dalrymple und den Franzosen unter Junot abgeschlossene Konvention, zufolge deren die Franzosen Portugal räumen sollten.