Spindeltreppe od. Spillentreppe, k., s. im Art. Treppe. Sbpindelzapfen, m. (Masch.), Zapfen, um welchen die Spindel sich dreht. Spindelzunge, k. (Masch.), am Spindelbaum eines Göpels die untere viereckige Warze des Bläuelzapfens. Sypinell, m., franz. spinelle, f., alumine magnésise, engl. spine! (Miner.), Almandin. Die Krystalle haben zur Kernform ein regelmäßiges Oktaöder, muschelichten Bruch. Ist an den Kanten durchscheinend bis undurchsichtig, ritzt Quarz, ritzbar durch Saphir, graulichgrünes Strichpulver. Spez. Gew. = 3,44. Farbe Schwarz mit veinem Stich ins Braune u. Grüne. Glänzt lebhaft glasig. Säuren greifen ihn nicht an. Der chemischen Zusammen-Isetzung nach ist der S. wesentlich eine Thonerde-Talkerdeverbindung; viele Spinelle enthalten aber Kieselerde und 1Eisenoxydul. Unter den Varietäten des S.s sind erwähnenswerth: Der edle d., der sich in kleinen rothen Krystallen in Indien, auf Ceylon, in Böhmen, Siebenbürgen re. findet. Der blaue S.; derselbe ist nur halbedel, findet sich in Schweden und Mähren in nur durchscheinenden Körnern von matter blauer Farbe. Der schwarze S., Pleonast, enthält 16—20/% Eisen, findet sich ziemlich häufig in Krystallen von schwärzlichgrüner Farbe. Der Chlorospinell, derselbe findet sich krystallisirt, glasgrün im Ural. Der edle S. hat je nach seinen verschiedenen Farbenabänderungen verschiedene Namen erhalten; der an Farbe dem Rubin nahestehende heißt Rubinspinell. Der Almandinspinell ist cochenillroth, ins Blaue u. Violette stechend. Der Essigspinell, essigroth, ist von geringerem Werthe. Der Kuhinbalais oder Galasrubin, blaßroth bis rosenroth, ist Sbibliothe Heidelberg weniger geschätzt als der Rubinspinell. Der Werth der Sie hüngt, außer von der Größe, bes. von Lebhaftigkeit u. Reinheit der Farbe ab.