Splitterkohle, k., s. v. w. Schieferkohle. Spodium, n., s. v. w. Knochenkohle. Bei dem Brennen der Knochenkohle in den sogenannten Spodinmbrennöfen entwickeln sich viele stinkende Gase u. Dämpfe, welche man in den Oefen alter Konstruktion unter den Rost einer besonderen Feuerung leitet, um sie dort zu verbrennen. Man kann aber auch diese Gase bei zweckmäßiger Anlage der betreffenden Luftzüge unter den eigenen Rost des Ofens leiten oder mittels Hindurchführung solcher Kanäle durch das Feuer dergestalt erhitzen, daß sie im Ofen selbst mit verbrennen, wodurch man an Brennmaterial spart. Ein solcher Ofen, von L. Stösger in Breslau 1860 erfunden, ist für Oesterreich patentirt; s. Illustrirte Gewerbezeitung Jahrgang 1861.
Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 4, S. 239Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei