Kohk, Kohks, Koaks, Coon, Kokt, m., frz. Coke, Coak, W., eligl. coke. So nennt man den kohligen Rückstand, der bei der trockenen Destillation der Steinkohlen, also als Nebenprodukt bei der Gasbereitung oder durch Brennen in Meilern oder Oefen, gewonnen wird. Er bildet eisenschwarze, poröse, blasige, metallisch glänzende Stücke, doch ist der silbergraue der am meisten Hitze gebende. Die Hauptvorzüge seiner Verwendung als Heizmittel bestehen darin, daß man in dem K. ein Material besitzt, welches gestattet, eine intensive Hitze auf einen kleinen Raum zu konzentriren. Der Verbrauch ist nun ein so bedeutender, daß die Gasanstalten nicht ausreichen, den Bedarf zu decken. Man hat daher Koksöfen konstruirt, in denen man die Steinkohle verkohlt, wie in den Kohlenmeilern das Holz. Hauptbedingung zu Kohkerzeugung in den Kohköfen ist möglichster Luftabschluß; der Ofen muß also so konstruirt sein, daß man den Luftzutritt durch Züge und Klappen gut reguliren kann. Als Material zu Stubenfeuerung sind die K.s nicht besonders zu empfehlen, namentlich nicht zu Heizung von kleinen Räumen, weil sie wegen der nöthigen intensiven Verbrennung eine zu starke, nicht gut durch Luftzugabschluß zu mildernde Hitze geben. Man verwendet sie besonders zu Lokomotivenfeuerung, bei der Eisenproduktion als schlackenbildendes Material und bei verschiedenen anderen metallurgischen Prozessen. Das Gewicht einer preuß. Tonne beträgt 75—80 kg., eines Kubikmeters 338 —425 kg. Der beim Brennen des K.s erzeugte Theer wird, mit etwas Lehm gemengt, als Ueberzug für Schindeldächer verwendet. Rohksmeiler, m., franz. meule f. à ooke, engl. coakpile, beap, stack. In der Mitte des dazu bestimmten Platzes errichtet man einen Schornstein a, Fig. 2346, von 130 M. Höhe, unten 60, oben 45 em. breit, mit Zuglöchern in den Wänden. Nachdem dieser Schornstein mit Steinkohlen v umlegt worden und die Decke e, bestehend aus einem Brei (engl. blacking) von Kohtsstaub und Wasser, unter Aussparung einiger Zuglöcher d aufgebracht worden ist, zündet man bei e an. Wenn nun auch die untersten Kohlen hinreichend verkohlt sind, wird der Fuß mit trockenem Kohlenstaub bedeckt, um die Luft abzuhalten, die Decke verstärkt und so das Feuer gedämpft; man kann die Abkühlung noch durch Aufgießen von Wasser befördern. Mit dem Rauch entweichen viele brauchbare Verbrennungsprodukte, namentlich Theer und Ammoniakmasse; um diese zu gewinnen, legt man das gußeiserne Rohr k an, 60 em. unter der Erde, 37em. weit; es führt nach einem 55 60 em. weiten Sammelrohr g, das in einer vom Wasser durchflofsenen Schleufe huliegt und nach Kondensatoren führt, die mit einem hohen Hauptschornstein, aber auch mit einem Reservoir in Verbindung stehen. Bei d wird nicht offen gelassen, auch das Ausbrechen der Flamme sorgfältig verhütet. Die Schornsteine der Meiler wirken nun blos als Luftzubringer, der Rauch geht sämtlich durch die Röhren nach dem Hauptschornstein, kondensirt sich unterwegs und es entweicht nur sehr wenig.