Sprengpinsel, mn., engl. sprinkling-brush, s. v. w. Annetzer (. d.). Syprengwand, (. s. gesprengte Wand und Fachwand. Sprengwerk, n., franz. assemblage à contrefches, engl. strut-krame, freitragende Ueberspannung eines Raumes mit Seitenunterstützung von unten, indem man einen Bogen oder Bock (s. d. 1.) erzeugt, dessen zwei Enden fest in die Widerlager verspannt sind. Beim reinen S. besteht der Bock, Sprengbock, frz. kerme & contrefiches, engl. strutted-poop, aus einem Spannriegel und aus Sprengtreben, Spannstreben, Strebstühen, franz. liens inolinés, Streben, Sprengsäulen, frz. Contreliebes, jambes de force, engl. struts, strut-benms, die von der Umfassungswand ausgehen. Der Nutzen und das Wesen des S.s liegt hauptsächlich darin, daß, während ohne dasselbe der Balken nur auf Bruchfestigkeit in Anspruch genommen war, welche bekanntlich beim Holz ziemlich gering ist, durch das Unterbringen der Streben nur ein kurzes Stück noch in jener Weise, die Streben aber auf rückwirkende Festigkeit in Anspruch genommen werden, so daß man bei gleicher Holzstärke miehr Festigkeit erreicht, bei Anstreben einer bestimmten Tragfähigkeit bedeutend an Holz sparen kann. Die Mohammedaner hatten es hierin weit gebracht; s. Maurisch. Ist die Spannung zu weit, so hängt man den Balken oder auch den Spannriegel mittels einer od. mehrerer, durch das S. abgestrebten Hängesäulen auf, u. es entsteht sodannein Häng-u. Sprengwerk; . Hängewerk. Ueber Anwendung beider s.Balken, Brücke, Dach, Holzverbindung, Wand etc.