FeedStokausschlag
TechnikBau-Lexikon 1881

Stokausschlag, m., so nennt man die Triebe, welche der Stock (I. d. 7.) eines abgeschlagenen Baumes treibt. Den Nadelhölzern fehlt diese Fähigkeit; andere Bäume, wie Weide, Pappel, Linde, überhaupt die meisten Laubbäume, haben dieselbe in verschieden hohem Grad, vorzugsweise wenn sie ihre normale Höhe noch nicht erreicht haben. Stock-brick, red stock, grey stock, s. engl., der glasharte Ziegel, Hartbrand, Glaskopf. Stöckchen n. (Mühlb.), s. v. w. Spur des Mühleisens. Stückel, n. (PFumpw.), s. v. w. Ventil. Stöckelkiel, m., s. v. w. Steckelkiel. stocken, trs. Z., 1. frz. boucharder, engl. to granulate (Steinm.), Steine mit der gekrönelten Fläche bearbeiten, ohne Anwendung des Gründls (s.d.). Man bringt nach dem Bossiren mit dem Spitzeisen das Körnige der Oberfläche mittels des Stockhammers (s. d.) hervor. — 2. frz. enjaler, engl. to stock, einen Anker an den Ankerstock befestigen, . d. Art. Anker. Stockende, n., s. v. w. Stammende. Stockfaschine, f., s. Festungsbau N. 1. 9. u. Faschinen. Stockgetriebe, n. (Masch.), s. Drehling. Stockhamnier, pickhammer, Kranshammer, m., franz. boucharde, f. engl. granulated bammer, Werkzeug des Steinmetzen, mit stumpfen, vierseitig-pyramidalen Erhöhungen auf seinen beiden quadratischen nach Form eines Kugelsegmentes schwach gewölbten Bahnen; diese Spitzen bröckeln beim Aufschlagen nur kleine Trümmer ab; s. ubr. d. Art. Gründl und Hammer. Stockhane, f., . v. w. Radehaue. Stockholz, n., Wurzelholz der Bäume, ist verhältnismäßig etwas leichter als das Stammholz. Es wird als Brennholz beim Hüttenbetrieb in manchen Gegenden dem letzteren vorgezogen, weil es billiger ist als dieses u. seiner lockeren Beschaffenheit wegen ein rasches Flammenfeuer liefert. Es enthält, obschon es bei Nadelhölzern oft sehr harzreich ist, weniger Brennstoff, entwickelt eine plötzlichere Hitze und deshalb augenblicklich einen höheren Hitzegrad. stotkig, stockfleckig, adj., s. Stockung.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 4, S. 275Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 6

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Technik 6