FeedStraßenyflaster
Sport & SpielBau-Lexikon 1881

Straßenyflaster, u.; die verschiedenen Methoden des Steinpflasters etc. s. unter d. Art. Pflaster. Neuerdings empfiehlt man vielfach gußeisernes S.; dasselbe besteht aus oder mehr im Durchmesser und haben gewissermaßen die Gestalt eines liegenden Rades, dessen Speichen u. Felgen, Rippen u. Ränder sich gegenseitig halten u. ziemlich dicht stehen, auch gereift sind, so daß der Huf eines Pferdes nicht zwischen den einzelnen Rippen Raum findet, auch weder der Huf noch ein Wagenrad gleiten kann. Sie greifen mit Vorsprüngen in Kerben der nebenliegenden ein, so daß sie unverrückt bleiben. Die Zwischenräume werden mit einem Gemenge von Sand, Stein, Muschelschalen etc. ausgefüllt. Rippen und Ränder haben alle gleiche Höhe, eirea 12 om. Ihre Breite, oben 2½ em., erstreckt sich 2½ em. tief und verjüngt sich dann keilig bis auf den Boden. Das Steigen u. Sinken des Erdbodens infolge des Frostes findet Spielraum in den Zellen oder Zwischenräumen, ohne daß sich deshalb die Kapseln selbst verrücken. Die beim Verlegen leicht zu erzielende geringe Wölbung und die feste Verbindung durch die Vorsprünge und Kerben verleiht diesem Pflaster eine sich selbst stützende Kraft. Trotzdem können die Kapseln leicht weggenommen und wieder eingesetzt werden, ohne die Nachbartheile zu verschieben. Natürlich ist dieses Pflaster sehr reinlich. Die Massenoberfläche in den Zwischenräumen der Kapfeln wird nämlich etwas tiefer gehalten als die Eisenoberfläche, so daß Füße, Räder etc. nie mit der Erde in Berührung kommen. Man schätzt die Dauer eines solchen Pflasters auf 25—50 Jahre.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 4, S. 279Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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