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NaturlehreBau-Lexikon 1881

Strich, m., 1. altes Längenmäß — Linie; s. d. Art. Mäß. — 2. Altes Getreidemäß ½/½ Dresdener Scheffel; s. d. Art. Mäß. — 3. So viel Ziegel, als zu einem Brand auf einmal gestrichen werden. — 4. S. der Mineralien, frz. nuance de la raie, touche, engl. streak, touch, s. d Art. Bausteine, S. 311 im I. Bd.; die Farbe gepulverter Minerale ist häufig von der Farbe des Minerals in kompakten Massen verschieden; gleichgefärbte Minerale zeigen oft verschieden gefärbte Pulver: um die Farbe des Pulvers zu sehen, genügt in den meisten Fällen das Ritzen mit einem Messer od. einer scharfen Feile; diese Manipulation nennt man den S.; er dient zur Unterscheidung mehrerer äußerlich ähnlichen Mineralien; die Farbe des Mineralpulvers läßt sich sehr gut erkennen, wenn man mit dem Mineral auf eine rauhe, weiße Porzellanbiscuitplatte einen S. macht; über die Strichprobe bei Metallen s. d. Art. Probirstein. — 5. Querholz beim Bolzenschrot; s. d. Art. Grubenbau O. 0. — 6. s. v. w. Einstrich im Schlüsselbart; s. Bart und Bartkluppe.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 4, S. 281Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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