FeedStrontium
NaturlehreBau-Lexikon 1881

Strontium, n. (Chem.). Das S. ist ebenso wie das Barium, Calcium etc. ein in der Natur sich nie frei findendes Metall. Es ist silberweiß, dem Calcium in seinen Eigenschaften sehr ähnlich. Mit dem Sauerstoff verbindet sich das Metall in zwei Verhältnissen: 1. zu Strontiumsuperoxyd, 2.zu Strontiumoxyd, auchStrontian od. Strontianerde, frz. strontiane, f., engl. strontia, gen., diese, ein erdiges Alkali, findet sich in der Natur mit Kohlensäure verbunden als Strontianit; sie wird durch starkes Glühen des genannten Minerals dargestellt; das Strontiumoxyd bildet eine grauweiße, poröse Masse, schmeckt und reagirt alkalisch und zerfäüllt mit Wasser und Wärmentwickelung zu einem weißen Pulver, dem Strontiumoxydhydrat. In der Natur findet man das S. noch als schwefelsaures Strontiumoryd im Cölestin. Alle Strontiumsalze zeichnen sich durch die Eigenschaft aus, FTlammen schön karminroth zu färben. Salpetersaurer Strontian u. Chlorstrontian bilden einen unentbehrlichen Bestandtheil der rothen bengalischen Feuer.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 4, S. 284Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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