Thumbler, s., engl. (Schloss.), die Zuhaltung. thumite, f. engl. Thumer-stone, Axinit(Miner.),krystallisirt triklinoedrisch, gehört zu den borsäurehaltigen Silikaten; er enthält, neben Kieselsäure, Borsäure, Thonerde, Kalk, Eisenoryd, Manganoxyd und etwas Talkerde. Das Mineral finder sich auf Lagern u. Gängen im älteren Gebirge; Fundorte sind Thum in Sachsen (daher der Name), Terseburg am Harz, Ungarn, Cornwall und Norwegen. Fhür band, v., s. d. Art. Thürbeschläge. Thürbekleidung, k., s. d. Art. Thürverkleidung. Fhürbekrönung, k. s. Thürverdachung u. Thürstück. thek Heidelberg DFC Thür beschläge, n., Chürbeschlag, m., franz. ferrure, garniture f. de porte, engl. door-garnishing, mountin ofa door, iron-work, I. Aufhängungsbeschläge, franz. penture, engl. hinge., a) Chürangel, franz. gond, engl. Chymol, jumewe, gemmel, s. d. Art. Angel, Grimmer, Pfanne etc. b) Thürband, engl. 100p, s. d. Art. Band VX., Laubband, Angel a., Haken, Haspen, Stützhaken re. In Steingewänden eignen sich Stützhaken mit Steinschrauben am besten, in Holzgewänden Fischbänder. — 2. Verschlußbeschläge, franz. kermure, engl. locking. Dazu gehören: Schloß, Riegel, Falle, Klinke, franz. cadole, engl. Iateb, Drücker, franz. loquet, Kreuzgriff, Griff, Nachtriegel, Kantenriegel etc., s. d.betr. Art. Die stehenden Flügel von Doppelthüren werden in der Regel mittels Kantenriegeln, die in der Vorderkante des Flügels eingelassen sind, oder auch mit aufgesetzten Schubriegeln oder Basquillen befestigt. — 3. Handhabungsbeschläge, auch Zuzieher gen., franz. poignée, engl. handle, dahin gehören die Bügel, Haken, die Thürringe, Knöpfe etc. — 4. Klopfer, Klopfringe, Klingeln. — 5. Thürtreiber, Thürzuwerfer, Offenhalter, Thürzuschlaghinderer u. andere Vorrichtungen s. d. betr. Art. — 6. Zierbeschläge, z. B Zierbänder, Knäufe, Nägel, Schilder, Ornamentalgitter bei Glasthüren etc. Ueber das Dichten der Fugen an Thüren s. d. Art. Roller. Thürbogenfeld, n., Chürlünette, f., s. tympanum. Thürchen, Chürel, n., s. v. w. Ventil; s. Saugwerk. Thüre, f., frz. porte, f., huis, m., engl. door, door-Way, lat. janua, ostium, fores, porta, griech. Hopa, jede Oeffnung in einer Gebäudemauer, die bestimmt ist, zum Durchgang zu dienen und verschlossen werden kann. Eine größere T.heißt Thor, Einfahrt, Thorweg (s. d. Art. Thor)/ eine reicher verzierte Portal, eine kleinere Pforte. Die Thüröffnung, griech. Hocidtoy, Höctey, selbst sowohl als auch die zum Verschließen derselben dienenden Vorrichtungen, Läden, griech. Hopeörra, werden mit dem Namen T. bezeichnet, obgleich letztere richtiger Chürslügel, frz. battant, vantail, engl. leaf, levy, lat. valva, mantellus, heißen. I. Die Größe der Thüröffnung richtet sich nach der Bestimmung derselben. Tapetenthüren, Schlupfpforten, Abtrittsthüren etc. sind, als die kleinsten, 0, M. U. darüber breit, 1,½½ m. u. darüber hoch zu machen. Kammerthüren, Küchenthüren etc. 0. —0, breit und 1s¾½ —2, hoch. Gewöhnliche Zimmerthüren mit einem Flügel 0,000 höchstens breit u. 2 .—2, hoch; breitere Tin müssen zwei Flügel erhalten. Dahin gehören die Hausthüren, welche nie unter 1½ m. ( 5 Fuß) breit sein sollten, die Salonthüren, denen man, wenn sie unter 1½ breit sind, zwei ungleiche Flügel giebt, indem man doppelte Schlagleisten anordnet oder dergl. Unter 1,8 boch sollte nie eine T. gemacht werden, aber Zimmerthüren mache man auch nicht über 2,0 hoch, in Wohnzimmern nicht über 2,3, weil sonst zu viel Wärme durch sie entweicht. Das Verhältnis der Breite zur Höhe bleibt dem Geschmack des Entwerfenden sowie den Regeln des Stiles überlassen; z. B. bei scheitrechten Tin zwischen Bogenstellungen bestimmt der Kämpfer der Bogen die Lage des Sturzes. II. Umgebung der Thüröffnung. 1. Massive, d.h. steinerne Chüreinfassung, frz. huisserie, jambage, engl. stone door-case. Diese ist entweder blos aufgemauert u. besteht dann aus Thürpfeilern oder Thürschästen, frz. pied-Groits, trumeaux, engl. door-walls, bayzshafts, u. dem Thürbogen, frz. aro de porte, linteau voüté, engl. arched door-head, door-arch; dabei ist bes. auf guten Eckverband zu sehen, od. es wird in die Mauer ein besonderes steinernes Thürgestell, franz. jambage en pierre, engl. stone doorcase, eingesetzt, welches dann aus einer Thürsohle, franz. seuil, banguette, engl. sill, sole, lat. solium, Iimen, Sohlbank(s. d.), zwei Ehürgewänden, frz. Iancis, dosserets, jambes, engl. Jambs, lat. tibiae, scapi, ital. stipiti, und einem Thürsturz, frz. nteau, engl. lintel, oder Sturzbogen (f. d.) besteht. Der Sturz, lat. lIimen superius, ist SIEIIOTEEK HEIDELBERG O Universitatsbi „meist durch einen Entlastungsbogen vor dem Zerdrücktwerden gesichert, wenn er nicht nach der Mitte zu verstärkt ist, so daß er beinahe giebelförmig erscheint, srz. Unteau amitre, engl. mitred lintel (Fig. 3011). Wenn der Ent⸗ „lastungsbogen zwischen sich u. dem Sturz ein Thürbogen⸗ „feld (s.tympanum) frei läßt, so wird der Sturz zum Thürkämpfer, frz. dormant, engl. sleeper, transom (s. Fig. 2536, 2537), was auch dann besonders häufig vorkommt, wenn die Gewände Einstufungen, frz. redents de Poite, bilden, also als eingestufte Gewände, franz. Ianeis en redents, à retraite, engl. recessed qambs, gestaltet sind, „wie das besonders im romanischen und gothischen Stil bei größeren Portalen häufig ist, s. Fig. 1950, 1972, 1974, 2222, 2230, 2997, 3008, 3010, 3012; auch bei kleineren einfachen Tin dieser Stile sind die Gewände außen bündig oder eingehend, s. d. Art. Gewände. Steinerne Thürverdachungen (s. d.) kommen nicht nur in der Antike, s. d. Art. griechisch u. römisch, und in der Renaissance vor, sondern auch, obschon selten, in den mittelalterlichen Stilen, s. d. Art. Thürverdachung. Statt des Thürsturzes kommen auch in massiven Mauern hölzerne Sturze, Sturzbalken „Drischübel, Drischemel, Oberdrüssel, frz. poitrail, vor, s. d. Art. Drischemel. — 2. Hölzerne Thüreinfassung, franz. huisserie en bois, engl. Wooden doorcase, fann auf verschiedene Weise konstruirt werden. a) Man mauert Dobel ein und befestigt an diese die Futterzarge, die also so breit ist, als das Gewände tief werden soll; an beiden Frontseiten der Wand werden dann Thürverkleidungen angeschlagen, die meist aus Bretern bestehen und entweder glatt oder verziert sein können. b) Bei ordinären Tn genügteine etwas starke Futterzarge, Thürzarge, ohne Verkleidung. e) Man stellt in die Maueröffnung ein aus Pfostenstreifen oder Kreuzholz gefertigtes Thürgerüste. Ein solches besteht aus Thürschwelle, frz. seuil, engl. sill, zwei Chürsänlen oder Thürpfosten, frz. montant, Poteau Ghuisserie, engl. door-post, wooden jamb, und einem Sturzriegel, frz. nteau en oloison, engl. head-rail, wird bei Fachwänden gleich mit abgebunden u. entweder gleich gehobelt und dann meist mit einem Falz versehen, oder es wird aus rohem Holz gearbeitet, an welches dann Thürsutter, frz. doublure, fourrure, engl. jamb-lining, und Verkleidung angenagelt werden. Bei schwachen Wänden läßt man das Futter, resp. das Gewände, stets durch die ganze Mauerstärke nebst Putzstärke hindurchgehen, bei stärkeren macht man es meist blos 13—15 em. breit und etwas enger als die Maueröffnung, so daß sich ein Anschlag wie bei einem Fenster bildet. Die Anschlagsmauer, d. h. die Seitenmauer des Thürausschnittes, der Thürnische, frz. baie, engl. bay, wird dann meist, des weiteren Aufgehens wegen, mit Ausschrägung versehen; sind aber die Mauern nicht sehr stark, so thut man am besten, das Futter ganz hindurchgehen zu lassen, weil man sonst die Ausschrägung sehr bedeutend machen muß. Die Thürflügel liegen entweder stumpf am Gewände an und müssen dann wenigstens 5 om. über dasselbe übergreifen, auf dasselbe aufschlagen, 5em. Anschlag haben, od. sie liegen in einem Falz an der Ecke des Gewändes, der 2½ em. tief u. breit sein muß. Dann heißt die Aufgangseite, d. h. die Seite des Gewändes, wo der Thürflügel liegt, wohin die T. schlägt, die Falzseite, die hier angeschlagene Verkleidung Falzverkleidung, die andere die Zierseite, die dortliegende Verkleidung die Zierverkleidung. Um dichterenSchlusses willen giebt man den Flügeln dann gern noch einen Ueberschlag (Fig. 3341 u.3342). Bei Steingewänden ist das stumpfe Anschlagen fast besser als der Falz. Bei Entwerfung der Gewändeverzierungen od. Verkleidungsglieder (b in Fig. 3341 u. 3342) richten sich die Formen selbst natürlich ganz nach dem gewählten Stil; s. daher d. Art. Aegyptisch, Attisch, Byzantinisch, Etruskisch re. Meist aber werden die Verkleidungen in Anlehnung an die griechischen und römischen Formen der Thürgewände nur architravirt (s.d.). Bei geputzten Wänden thut man wohl, die Verkleidungen auf den Putz zu legen, u. macht dann das Futter so breit, als die Wand inel. Putz starkist. Beträgt diese Futterbreite über 24 cm., so ist es rathsam, das Futter in Füllungen zu konstruiren, als gestemmtes Jutter. Bei kleinen Ton macht man die Verkleidung in der Regel 12—17 em., bei größeren 18—30 em breit; so breite Verkleidungen haben natürlich noch etwas mehr Ausladung u. sind dann in der Regel aus 2—3 Bretstücken zusammengesetzt, verdoppelt, oder wenigstens mit aufgesetzten Leisten versehen. Bei Gestaltung des Profils sehe man aber sorgfältig darauf, daß diese nicht das Aufgehen der Flügel beeinträchtige oder gar hindere; im Nothfall muß man sich durch Kröpfung der Bänder helfen. Bei Tapetenthüren, Geheimthüren und anderen bündigen Ten, franz. portes arasées, engl. flush doors, ital. porte pareggiaté, müssen alle Anschläge und Ueberschläge durch Falze ersetzt werden. Am Fußboden giebt man den Thürflügeln in der Regel weder Falz noch Ueberschlag, sondern läßt sie stumpf an das Schwellbret anschlagen, ja bei Parkettfußboden legt man sogar das Schwellbret (s. d.) bündig mit dem Fußboden. Wird ein Oberlicht über der T. gewünscht, so trennt man es von der T. durch einen Kämpferstein oder ein Kämpferholz, Losholz, Latteiholz. Vergl. d. Art. Oberlicht. III. Anschlagen und Aufgehen der T.; über die Anhängungs-u. Verschlußbeschläge s. d. Art. Thürbeschläge. Fig. 3241. Fig. 3342. IV. Nach der Konstrukman: 1. Volle Bretthüre, franz. porte pleine, engl. door made of deéals, besteht aus parallel neben einander liegenden Bretern, befestigt durch eingeschobene Leisten, frz. porte embostée, engl. clamped door, oder durch dahinter genagelte Querleisten, frz. 2 ebottures olouées, engl. with nailed cross-pieces, nur an Ställen u. kleinen Gebäuden. Sehr oft werden die Breter nur gefügt und gehobelt; jede solche glatte ., frz. Pporte plaine, engl. planed door, aber wird beim Trocknen der Breter undicht in den Fugen; bedeckt man diese durch aufgenagelte Leisten, so entsteht die retthüre mit Kugenleisten, frz. porte pleine 3 joints recouverts, engl. Iedged door; besser ist es jedoch, man spündet die Breter u. treibt sie durch Zwingen, ohne Leim, scharf zusammen; sie werden wie die anderen Bretthüren zusammengehalten durch 7 — 10 em. breite Querleiften, die man flach aufnagelt oder in Grade einschiebt, franz. barre à queue, etwa 20 cm. von der oberen und unteren Kanteentfernt. Dann wird noch eine dritte Leiste, Strebe, in diagonaler Richtung zwischen diese mit Versatzung eingeschnitten, gegen das Verschieben. Zu Verzierung solcher glatten Bretthüren ahmt man auch wohl auf ihrer Fläche durch Aufnagelung von Leisten Füllungen nach und nennt solche Tin dann belegte Bretthüren, franz. porte à panneaux feints en barres, engl. batten-door, battened door, door with falses panels. — 2. Eingefaßte oder gestemmte T., franz. porte d panneaux, d'assemblage, engl. framed door, panel-door, bestehen aus Füllungen, die von Rahmen, Friesen, ringsum eingefaßt und in eine an diesen Gevierten befindliche Nuth geschoben sind. Schon die Griechen kannten diese Form, die Römer behielten sie bei; erst im 11. Jahrhundert kam die verdoppelte T. auf. Je nach der Anordnung jener Befestigung heißen die Thürfüllungen entweder: a) eingeschoben, eingesteckt, franz. panneaux encadrés, à languette, engl. framed in skeleton; s. Fig. 3341. Dabei schwächt man meist die Füllungen nach den Seiten ab, um die Nuth gnicht zu weit, und also das Rahmenholz nicht zu starkzu brauchen; diese Verschwächung ist entweder unsichtbar, d. h. blos als Feder gearbeitet, wie in Fig. 3341 rechts, oder sie ist breit u. sichtbar, wie in Fig. 3341 links, und heißt dann Abgründung; die Haltbarkeit wird aber jedenfalls dadurch beeinträchtigt. Sind auf beiden Seiten solche Abgründungen angebracht, so sagt man, die T. sei auf beiden Seiten rechts. b) Hat die Füllung außer der Feder genoch einen Ueberschlag, so daß sie auf einer Seite vor dem Rahmholz vorsteht, wie in Fig. 3342 bei h, so heißt sie überschoben, frz. panneau surmontant le cadre, engl. panel covering back. Beide Arten der Füllung verziert man auch wohl noch durch aufgeleimte Leisten k, womit die Füllungen an oder auf dem Randder Rahmenstücke eingefaßt werden. Es ziehen sich diese Leisten bei dem Schwinden der Füllungen leicht krumm; wenn die Kehlstöße mehr vorspringen sollen, bringt man daher, um zu dem Rahmenstück nicht zu starkes Holz zu verschneiden, zwischen ihm u. den Füllungen noch ein besonderes Stück Holz an, das mit dem eigentlichen Rahmenstück verspundet wird u. solches übergreift. Diese Zusammenfügung nennt man mit dem Kehlstoß in der Nuth. Alle Füllungsthüren theilen sich in folgender Weise ein: a) Ordinäre, Zweifüllungsthüren, frz. porte d deux panneaux, haben ein oberes, mittleres, unteres Querrahmenstück, Ober⸗, Mittel- und Unterfries, und das rechte und linke Längenrahmenstück, Höhschenkel, Aufrechtes. Diese Stücke sind mit durchgehenden Zapfen (Schlitzzapfen) mit Backen auf Gehrung verbunden und erhalten eine Nuth, worin die Feder der Füllung liegt, doch so, daß letztere den Grund der Nuth nicht erreicht, damit Räum zur Ausdehnung der Füllung bleibe. Bei größeren Ten erhalten die Rahmen doppelte Zapfen. b) Kreuzthüre, frz. porte à quatre panneaux, haben gleiche Konstruktion mit den vorhergehenden, nur daß sie in vier Füllungen getheilt sind durch einen lothrechten Mittelfries und das ziemlich in der Mitte wägrecht liegende Querstück. Dieses geht aus dem Ganzen durch, während der lothrechte Mittelfries aus 2 Stücken besteht, die in ersteres mit Gehrung eingesetzt sind. e) Die meist Vierfüllungsthüren benannten Tn, mit 2 oben u. unten querliegenden Füllungen und 2 stehenden dazwischen, haben keinen guten Verband, sehen auch immer gedrückt aus. d) Dreifüllungsthüre, bes. für Flügelthüren angewendet, an denen beide Flügel zusammen 6 Füllungen bilden. e) Sechsfüllungsthüre. k) Figurirte T., engl. fancy-door, oft mit sehr reich gruppirten und in einander verschobenen Füllungen, s. Fig. 3208.— 3. Berdoppelte T., frz. porte doublée, engl. rebated and beaded door, bestehen aus einer Blendthüre (Blindthüre), meist als blose Bretthüre konstruirt. Die Verdoppelung nagelt man auf die äußere Seite dieser Blendthüre; dieselbe ist entweder eingefaßt, so daß ein Rahmen oder Fries mit Gehrung und Verzapfung rings um die T. genagelt wird und die eingerahmte Fläche nach irgend einem Muster mit 10—20 cm. breiten, an beiden langen Seiten gekehlten [Bretstreifen benagelt wird, od. man nagelt ohne Rahmen blos mit Kehlstoß versehene Streifen diagonal so auf, daß sie vier Felder oder sonstige Figuren bilden, eugl. kancydoor. Diese Verdoppelung wird bei Keller⸗, Hausthüren aetc. kurz an solchen Orten angewendet, wo Feuchtigkeit Einfluß äußern kann, sieht auch sehr nett aus. — 4. Geleimte T., frz. porte collée, engl. glued and clamped door, verwende man blos im Innern, da hierbei die Breterblos gefügt u. geleimt werden und so der Feuchtigkeit nicht widerstehen würden. Sie erhalten 10—156m. breite, auf den Grad eingeschobene Leisten, die also vor der Thürfläche vortreten, zuweilen gekehlt, aber nicht eingeleimt werden, od. auch ähnlich behandelte Hirnleisten. — 5. Lattenthüre, frz. Porte en lattis, engl. Iath-door; diese hat bei dichtstehenden Latten, frz. lattis jointif, engl. close-lathed, dieselbe Konstruktion u. Eigenschaften wie die Bretthüre; bei Latten mit Abstand entsteht eine Gatterthüre, frz. porte à jour, à claire Voie, engl. open-lath-door, und bei Ueberkreuzung der Latten eine Gitterthüre, krz. porte à treillis, porte treil-Uissée, engl. spar-gate, lattice-door. — 6. Eiserne T., frz. porte en fer, engl. iron door. Auch diese können entweder voll sein, wo sie dann meist aus Blech mit Gerippe von Stabeisen hergestellt werden, oder durchbrochen, und heißen dann Gatterthüren od. Gitterthüren. — 7. Bronzethüren sind fast stets undurchbrochen, in Füllungen und Friese eingetheilt re. — 8. Glasthüren werden in den nicht verglasten Theilen meist als eingestemmte T. gestaltet; s. d. Art. Glasthüre. V. Die Anzahl der Flügel richtet sich nach der Breite der T.n; letztere heißen dann a) einflügelig; b) zweiflügelig, auch Doppelthüren oder Flügelthüren genannt, und zwar entweder, mit zwei gleichen Flügeln u. einfachen Schlagleisten, oder o) mit ungleichen Flügeln, welche Ungleichheit man, wenn sie nicht bedeutend ist, gern durch doppelte Schlagleisten versteckt; d) mit gebrochenen Flügeln, wo also der Flügel aus zwei Theilen besteht, die mittels Scharnierbandes mit einander verbunden sind; e) mit drei, vier und mehr Flügeln, frz. porte trivalve, quadrivalve etc. VI. Außer den hier angeführten Arten giebt es nun noch vielerlei Variationen für Thüreinrichtungen, z. B. Drehthüren, Klappthüren, Jalousiethüren, Coulissenthüren, Fallthüren, Schiebethüren, Tin mit Gegengewicht 2e. 2c., deren Behandlung hier zu weit führen würde.