Thürsturz, m., frz. linteau, engl. lintel, s.d. Art. Sturz und Thüre. NIVERSITATS- igi i-hei EIDELBERG O Umniversitätsbit Phürtreiver, Chürschließer, m., s. Thürzuwerfer. EFhürverdachung, f. frz. Corniche f. de porte, engl. head-moulding, griech. orer eoy, dient, um eine Thüre oder Fenster vor Regen zu schützen, auch als Zierde dieser Bautheile. Tritt aus der Mauer über der Thüre in Form eines Gesimses vor: s. übr. d. Art. Fensterverdachung. Man unterscheidet innere T., frz. entablement de porte, engl. hood-moulding, und äußere T., franz. Iarmier de Pporte, engl. weather-moulding. Niemals bringe man sie nahe unter Dachgesimsen an. Im römischen und griechischen Stil liegt entweder eine kleine T. direkt auf dem Sturz (s. Fig. 274, 3027, 3028) oder eine etwas größere über einem den Entlastungsbogen versteckenden Fries (. Fig. 3030, 3034), wo dann auch wohl noch Konsolen darunter gesetzt find (s. Fig. 3032). Die Ostgothen behielten diese Gestaltung in der Hauptsache bei, gestalteten aber die Konsolen feiner. — Im Mittelalter wurde die Verdachung selten nur als von Konsolen getragener wägrechter Sims gebildet, sondern sehr häufig an der Seite lothrecht herabgeköpft, so daß sie zum Ueberschlagsims (s. d.) wurde, der wohl auch, in Weiterbildung des bei den Ostgothen u. Longobarden schon auftretenden Bogendeckgliedes den Bogenlinien folgt, aber auch oft von diesen sich erhebt und so zum Thürgiebel, Spitzverdachung, frz. placard, od auch zum Wimberg wird. In der Renaissance nahm man die antike Form wieder auf, setzte aber häufiger noch, als das bei den Römern u. zwar nur in der letzten Zeit vorgekommen war, einen Fronton darauf (l. Fig. 2941), nach dessen Gestalt dann die Berdachung Spitzverdachung oder Segmentverdachung heißt; in der Barockzeit wurden dann diese Verdachungsgiebel in der Mitte durchbrochen, zu Schnörkeln umgebogen etc. (s. Fig. 428).